Ausgerechnet das prunkvolle Palais Schwarzenberg, direkt neben der Schweizer Botschaft und Schloss Belvedere gelegen, haben sich die Badener als Standort gesichert.

Es soll als Casino in Wien genutzt werden - betrieben von der Stadtcasino Baden AG. «Es ist Zeit, dass dieses tolle Barock-Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert wieder für die Öffentlichkeit zugänglich wird», sagte Detlef Brose, Geschäftsführer des Grand Casinos Baden, heute in Wien vor der Presse.

Für das Projekt will das Casino Baden über 60 Millionen Franken investieren. Man rechnet mit 300'000 Besuchern pro Jahr, die einen Bruttospielertrag von rund 33 Millionen Franken einbringen sollen.

Palais Schwarzenberg in Wien

Harte Konkurrenz wartet

Die Badener haben im Kampf um die Konzession harte Konkurrenz: Mindestens drei weitere Bewerber wollen ebenfalls zum Zug kommen, darunter die bisherige österreichische Monopolistion der Branche, die Casion Austria AG.

Detlef Brose ist zuversichtlich: «Am Schluss entscheidet die österreichische Finanzministerin, das ist klar. Aber ich glaube, die Schweizer machen hier eine sehr gute Offerte für ein Grand Casino, das diesen Namen mehr als nur verdient und eine Bereicherung für den Standort Wien darstellen würde.», so Brose weiter.

Die Idee zum Casino in Wien ist in Zusammenarbeit zwischen der Stadtcasino Baden AG und der deutschen Gauselmann-Gruppe entstanden, die an der neu gegründeten Gesellschaft Plaza 3 Entertainment Development AG einen Drittel der Aktien hält - zwei Drittel kommen von der Stadtcasino Baden AG.