Glückspiel
Casino-Chef: «Zum Glück ist es nicht immer so viel»

Im Grand Casino freute man sich mit dem Roulette-Gewinner über die 2,1 Mio. Franken. Der Casino-Chef Detlef Brose ist aber auch froh, dass er nicht immer so viel Geld ausbezahlen muss. Bezahlt wird der grösste Teile der Summe mittels Check.

Roman Huber
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Millionengewinn

Millionengewinn

Am Geldspielautomaten ist es im Grand Casino Baden durchaus möglich, einen Millionengewinn einzustreichen, wenn man den Swiss Jackpot knackt. Am Roulette-Tisch in drei Tagen 2,1 Mio. Franken abzusahnen, das hat es in der Schweiz kaum zuvor gegeben. Das Wochenende in Baden hat sich somit für den deutschen Geschäftsmann aus dem Raum Bad Homburg bestens gelohnt. Allein in einem Spiel konnte sich Maurizio K. 582000 Franken auszahlen lassen, und zwar so: 4000 Franken en plein (direkt) und 26000 Franken sur chevaux (auf die Linie zu den Nebenzahlen) der Zahl 8 – und die 8 gewann. Die hohe Summe wurde per Check ausbezahlt; aus Sicherheitsgründen, wie Detlef Brose, Geschäftsführer Grand Casino Baden, ausführt.

Highroller dennoch gern gesehen

Wer glaubt, dass nach diesem Millionengewinn durch den 52-jährigen Highroller (Spieler mit hohen Einsätzen) Maurizio K. im Grand Casino Krisenstimmung geherrscht hätte, täuscht sich. «Wir haben uns mit Maurizio K. gefreut», sagt Brose. Damit sei die Spielbank keineswegs leer gespielt worden. Highrollers würden mit ihren hohen Beträgen auch ein erhebliches Risiko eingehen. So bleibe denn genügend Geld bei der Spielbank, fügt Brose an. Je mehr Highroller im Grand Casino verkehren, desto besser sei das Geschäftsergebnis beziehungsweise der Bruttospielertrag. Denn 2,7 Prozent der Einsätze bleiben beim Roulette der Bank als Gewinn, so Brose. Allerdings gesteht der Casino-Chef: «Zum Glück ist es nicht immer so viel Geld», die Highrollers jeweils aufs Mal abräumen würden. Die Wahrscheinlichkeit eines mehrmaligen Millionengewinns und damit das Risiko für die Spielbank sei gering.

Hohe Einsätze nur mit Erlaubnis

Das Grand Casino Baden sei attraktiv für Highrollers, weil mit hohen Einsätzen gespielt werden kann. «Es gibt einige Highrollers, die es immer wieder ins Grand Casino Baden zieht», weiss Brose. Man kennt sie in der Regel persönlich und weiss auch über ihre finanziellen Verhältnisse einigermassen Bescheid. Sie haben laut Brose das Privileg, höhere Einsätze zu legen. Diese Strategie ist mit dem Verwaltungsrat abgesprochen. Und Highrollers schätzen es, wenn sie viel setzen können.

Doch nicht jedermann kann gleich 4000 Franken auf eine Zahl setzen. Je Tisch seien die Einsätze ansonsten begrenzt, erklärt Brose. 600 Franken auf eine Zahl sei die Limite. Wer darüber gehen will, braucht die Genehmigung der Geschäftsleitung. «Dann müssen zuerst die finanziellen Verhältnisse überprüft werden», sagt Detlef Brose.