Gemeindefusion
Cédric Wermuth will mögliches Gross-Baden in «Limmat» umtaufen

Geri Müllers Plan, Baden mit Neuenhof und Ennetbaden zu einem Gross-Baden zu fusionieren, wird bereits rege diskutiert. Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will dabei noch weiter gehen.

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Nationalrat Cédric Wermuth.

Nationalrat Cédric Wermuth.

Eine Fusion von Baden, Neuenhof und Ennetbaden ist heiss umstritten bei den AZ-Lesern: 57 Prozent finden die Idee gut (Stand Sonntag, 18 Uhr), 43 Prozent sind dagegen. Geri Müller, grüner Stadtammann von Baden, forderte in der «Schweiz am Sonntag» heute, die drei Gemeinden gleichzeitig zusammenzulegen. Gross-Baden wäre damit auf einen Schlag grösser als Aarau.

Leser Oliver A. Kaiser gehört zu den Skeptikern: Geri Müller betone, es gehe nicht um Grösse. «Natürlich geht es genau darum. Für die Badener Elite und deren Selbstverständnis ist die Stadt Baden schon lange zu klein.» Wenn schon fusionieren, so Kaiser, «dann muss die gemeinsame Verwaltung zwingend schlanker und günstiger werden!»

Cédric Wermuth hat bereits eine Idee, wie die Fusions-Kritiker besänftigt werden könnten. Er twitterte am Pfingstsonntag: «Gegen Angst vor Badener Dominanz könnte man die neue Stadt auch anders nennen: «Limmat».

Für den SP-Nationalrat ist Geri Müllers Plan, Ennetbaden und Neuenhof mit Baden zu fusionieren, insgesamt aber noch zu wenig konsequent: «Eigentlich ist der Vorschlag ja äusserst bescheiden. Der gesamte Bezirk sollte fusionieren.»

Leser Helmut Baumli denkt noch weiter als Politiker Wermuth: «Wettingen, Würenlos, Birmenstorf, Obersiggenthal, Killwangen und eventuell Turgi sind die nächsten aussichtsreichen Kandidaten. Wenn diese gewaltige Fusionierung abgeschlossen ist, muss Baden von der Einwohnerzahl her zur neuen Kantonshaupstadt erklärt werden. Das Fahnenproblem auf der Ruine Stein würde auf einen Schlag gelöst mit dem Hissen der Aargauer Kantonsfahne.» (roc)