Baden

Chancen stehen gut, dass Bäder-Baugesuch noch dieses Jahr zur Auflage kommt

Optimistisch in Sachen Thermalbad: Stadtammann Geri Müller und Bauherr Benno Zehnder.

Optimistisch in Sachen Thermalbad: Stadtammann Geri Müller und Bauherr Benno Zehnder.

Nach zuletzt negativen Schlagzeilen zum Bäderprojekt, gibt es jetzt Anlass zu Optimismus. So glauben Stadtammann Geri Müller und Bauherr Benno Zehnder, dass das Baugesuch für Bad, Ärztehaus und Verenahof noch dieses Jahr zur Auflage kommt.

Während es in der az hämische Leserbriefe zum nicht mehr existierenden öffentlichen Thermalbad hagelt – «was man heute sieht, ist eine Schande für Baden» –, sind viele Badenerinnen und Badener gespannt, ob und wann es mit dem Bäderprojekt weitergeht.

Doch vorerst müssen sich alle Interessierten gedulden – zumindest, was konkrete Neuigkeiten betrifft. Und dies, obwohl sich Bauherr, kantonale Denkmalpflege und Stadtvertreter letzte Woche zu einer Aussprache getroffen haben.

Auf Anfrage bestätigt Stadtammann Geri Müller das Treffen. Auf die Frage, was denn Konkretes beschlossen worden sei, antwortet Müller: «Es ging in erster Linie darum, dass wir uns an einem Tisch austauschen konnten und nun weiter im Gespräch bleiben werden.»

Konkrete Entscheide seien aber nicht gefällt worden. Gleichwohl gibt sich Müller optimistisch: «Wir sind auf gutem Weg. Ich hoffe, dass die Baugesuche für die drei Baufelder noch dieses Jahr zur Auflage kommen.»

Bad und Ärztehaus wären baureif

Nötig geworden war das Treffen, nachdem beim «Verenahof»-Geviert – dem Baufeld mit «Verenahof», «Bären» und «Ochsen» – Probleme auftauchten.

Konkret: Die Denkmalpflege und auch die Stadt Baden mit der Bau- und Nutzungsordnung haben klare Vorstellungen, was beim «Verenahof» erhalten bleiben muss und was erneuert werden darf. Für Bauherr Benno Zehnder von der Verenahof AG gehen diese Auflagen zu weit.

Doch warum reicht Zehnder die Baugesuche für die beiden anderen baureifen Projekte – das Bad selber und das geplante Wohn-/Ärztehaus im heutigen Staadhof – nicht bereits vorher ein? «Das ergäbe keinen Sinn. Die drei Projekte gehören zusammen», betont Benno Zehnder.

Auch der Bauherr möchte nicht im Detail auf die Gespräche von letzter Woche eingehen. Doch eines ist für ihn klar: «Wir müssen jetzt zusammen mit dem Investor – der Credit Suisse Funds AG – schauen, ob mit den gemachten Auflagen im Verenahof wie geplant eine Reha-Klinik betrieben werden kann, welche auch die erforderliche Rendite abwirft.»

Angesprochen auf den weiteren Fahrplan, tönt es bei Zehnder ähnlich optimistisch wie bei Geri Müller. «Ich rechne bis Mitte April mit einer Lösung beim Baufeld 3». Und ja, auch er hoffe, nein glaube, dass die Baugesuche für die drei Baufelder noch dieses Jahr eingereicht werden können.

So oder so ist klar, dass die Bäder-Lok bereits zwei Jahre Verspätung hat. Ursprünglich hätte letzten Sommer mit dem Bau begonnen werden und das Botta-Bad im Herbst 2015 eröffnen sollen.

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