Kurz vor 20 Uhr kam es beim Schlossbergplatz in Baden zu einer Schlägerei zwischen rund 20 jungen Erwachsenen. «Die Schlägerei verlief dynamisch und verlagerte sich schnell in Richtung Badstrasse und in Richtung Stadtturmstrasse», sagt Martin Brönnimann, Leiter Öffentliche Sicherheit der Stadt Baden.

Um die Schläger in Schach zu halten, musste die Polizei sogenannte Reizstoffe anwenden. Konkret: «Mitarbeiter der Stadt- und Kantonspolizei konnten die rund zwanzig jungen Erwachsenen nur mit Pfefferspray auseinanderbringen», erklärt Brönnimann. Dies sei im Verhältnis ein mildes Mittel, fügt er hinzu, bei heftigeren und grösseren Auseinandersetzungen folge nach dem Pfefferspray der Einsatz von Gummischrot und Tränengas. Trotz des Pfeffersprays - eine Person musste mit Gesichtsverletzungen ins Spital gebracht werden.

Weshalb die Situation eskaliert ist, ist noch unklar. Am Samstag vor der Schlägerei fand das Cupspiel zwischen dem FC Baden und dem FC Zürich statt.

Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau: «Rund ein Dutzend Personen wurde kontrolliert - sie wohnen alle in der Region Baden.» Deshalb bestehe kaum ein direkter Zusammenhang mit dem Cupspiel. «Ein 26-jähriger Mann wurde am Samstagabend für vertiefte Abklärungen inhaftiert und gestern wieder entlassen», fügt Pfister an. Dieser sei stark alkoholisiert gewesen, wie ein grosser Teil der anderen Schläger, darunter eine Frau, auch.
Die Kantonspolizei Baden sucht in diesem Fall weiterhin nach Hinweisen (056 200 11 11).