Baden
«Come Together Party» braucht noch etwas mehr Schub

Der neue Event für die regionale Lesbian- und Gayszene in Club Joy des Casinos in Baden hat sich noch nicht etabliert. Auch an der zweiten Auflage hielt sich der Aufmarsch in Grenzen.

Ursula Burgherr
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Kleine aber gutgelaunte Gesellschaft an der Come-Together-Party im Club Joy.
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«Come Together Party» braucht noch etwas mehr Schub
DJs Moses und Mateo sorgen für Stimmung.
Barteam Sabrina und Severin vom Grand Casino Baden.

Kleine aber gutgelaunte Gesellschaft an der Come-Together-Party im Club Joy.

Aargauer Zeitung

Nicole Joss organisiert unter dem Label «Come together» die ersten Partys in Baden, die sich ausschliesslich an homo- sowie bi-, trans- und intersexuelle (kurz: bti) Menschen richtet. Vier Anlässe hat die Eventorganisatorin aus Zürich dieses Jahr im Club Joy geplant: auch bei der zweiten Auflage blieb der Publikumsaufmarsch sehr mässig.

Trauen sich die Leute nicht, sich in einer Kleinstadt wie Baden zu outen? «Das glaube ich weniger», bekundet Joss, «das Angebot an Partys ist generell riesig. Es braucht Zeit, bis sich ein solcher Anlass etabliert hat.» Und sie fügt hinzu: «In Zürich organisieren wir die «Come Together Party» seit 2011 und haben mittlerweile ein grosses Stammpublikum, das wir uns auch zuerst aufbauen mussten.»

«Baden fehlt ein solcher Treff»

Vier bekannte DJs legen im Joy auf, es wird ausgelassen getanzt und die Stimmung ist gut. Das macht den Mangel Gästen wett. Sinn und Zweck des Events ist, dass die Lesbian- und Gayszene einen eigenen Treffpunkt hat, der bisher in der Limmatstadt fehlte. «Wir haben ein gutes Angebot vom Club Joy erhalten und finden das Lokal ausgesprochen schön», meint Joss begeistert. Sie veranstaltet in der «Unvermeidbar» seit Juli 2015 auch den Dating Brunch lgbti, der jeden ersten Sonntag im Monat über die Bühne geht. Er wird als «Frühstück mit Folgen» angepriesen. Joss dazu: «Diese Plattform bietet Interessierten die Möglichkeit, bei einem gemütlichen Frühstück jemanden kennenzulernen.» Der Traumpartner sei zwar in den seltensten Fällen dabei. «Aber die Leute finden sich, gehen zusammen segeln oder wandern und haben einfach den Plausch, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen.»

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