Baden
Comexpo-Präsident lässt Geri Müllers Vize die Besucher begrüssen

In fünf Tagen beginnt die Gewerbeausstellung im Trafo. Weshalb Vizeammann Markus Schneider das Grusswort an die Bevölkerung richtet und nicht Geri Müller.

Martin Rupf
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OK-Präsident Comexpo Michael Wicki möchte nich dass Ammann Geri Müller die Begrüssungsworte für die Ausstellung schreibt.

OK-Präsident Comexpo Michael Wicki möchte nich dass Ammann Geri Müller die Begrüssungsworte für die Ausstellung schreibt.

zvg/az

Diese Woche landeten in der Region Baden rund 54 000 Comexpo-Festführer in den Briefkästen. Auf knapp 60 Seiten erfahren die Leser alles Wichtige über die Gewerbeausstellung der Region Baden und Wettingen, die kommenden Donnerstag im Kongresszentrum Trafo ihre Türen öffnet.

Auf Seite drei richten der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth und der Badener Vizeammann Markus Schneider ihre Grussworte an die Leser.

Erstaunt reibt man sich die Augen: Wieso werden die potenziellen Besucher nicht vom Badener Stadtammann Geri Müller begrüsst? «Für uns hat sich die Ausgangslage seit dem letzten Herbst nicht geändert», sagt OK-Präsident Michael Wicki.

Man habe extra Vizeammann Markus Schneider die Grussworte schreiben lassen. «Geri Müller ist für uns nicht mehr der Promoter dieser Stadt», so Wickis deutliche Worte.

Doch wieso kommt im Festführer nicht Stadträtin Ruth Müri zu Wort, die offiziell das Ressort Standortmarketing von Müller übernommen hat? «Die Schnittstellen zwischen der Comexpo und dem Standortmarketing sind eher klein. Aber wir pflegen einen guten Austausch mit Müri.» Gleichwohl habe das OK sich entschieden, Markus Schneider das Grusswort schreiben zu lassen.

Bereits nach Auffliegen von «Geri-Gate» letzten Herbst forderte der Gewerbeverband Citycom – Michael Wicki ist dessen Vorstandsmitglied – den Rücktritt Geri Müllers.

«Müller kann als Privatperson durchaus sympathisch sein, als Stadtammann hat er seine Glaubwürdigkeit verloren, und Führungsaufgaben sollte er sein lassen», liess der Verband damals verlauten. Ende November schliesslich der Eklat: Das alljährliche Treffen zwischen Gewerblern und Stadtrat fand nicht statt, weil für die Citycom ein Treffen nur ohne Müller infrage gekommen wäre.

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