coronavirus
Bücher müssen neu nicht mehr in Quarantäne: So meistert die Badener Stadtbibliothek den Lockdown

Mit einem Abholservice und virtuellen Veranstaltungsreihen erreicht die Badener Stadtbibliothek ihre Kundinnen und Kunden trotz Pandemie.

Larissa Gassmann
Drucken
Teilen
Dank Corona: Die Stadtbibliothek hat ihr digitales Angebot ausgebaut.

Dank Corona: Die Stadtbibliothek hat ihr digitales Angebot ausgebaut.

zvg: Stadtbibliothek

Egal ob digital oder analog: Auch in Zeiten der Pandemie bleibt das Angebot der Stadtbibliothek Baden für alle zugänglich. So können Kundinnen und Kunden ihre gewünschten Medien trotz Schliessung der Bibliothek weiterhin beziehen. Möglich macht dies der schon im letzten Lockdown rege genutzte und kontaktlose Abholservice. Auch der kostenpflichtige Postversand sorgt für Nachschub beim Lesestoff oder für ein Filmvergnügen daheim.

Gleichzeitig wird das eMedien-Angebot laufend ausgebaut. Derzeit umfasst die Bibliothek rund 18'000 elektronische Medien, die mit verschiedenen Geräten genutzt werden können. Neu profitieren davon auch Kinder und Fans fremdsprachiger Literatur. Das Angebot kommt laut Diethilde Stein, Projektverantwortliche Kommunikation, nicht erst seit der Pandemie gut an. «Die Akzeptanz für elektronische Medien wird von Jahr zu Jahr grösser, aber 2020 gab es einen besonders grossen Zuwachs», sagt sie. Durch den einfachen Anmelde- und Ausleihprozess sei die Hemmschwelle niedrig.

Der Abholservice der Stadtbibliothek Baden.

Der Abholservice der Stadtbibliothek Baden.

zvg: Stadtbibliothek

Im Bereich der Veranstaltungen sorgt derweil Zoom für Abhilfe. So können Sprach-Cafés, Lesezirkel und die Erstsprachförderung «Schenk mir eine Geschichte» virtuell besucht werden. Dies stellte zu Beginn nicht nur die Bibliothek selbst, sondern auch die Nutzerinnen und Nutzer vor Herausforderungen. «Viele brauchen am Anfang noch unsere Unterstützung», sagt Stein. «Mittlerweile funktioniert es von Woche zu Woche besser.» Bereits im ersten Lockdown wurden einzelne Onlineveranstaltungen im Rahmen eines Pilotprojekts lanciert. Seit der Wiederaufnahme im Januar steigen die Nutzerzahlen nun kontinuierlich an.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch weiterhin die verschiedenen Spiele. Dies betrifft laut Stein vor allem Familien. Gleichzeitig werden die weiteren Medien querbeet von Jung und Alt ausgeliehen. Eines hat sich seit März 2020 allerdings geändert: Zurückgegebene Bücher müssen neu nicht mehr in Quarantäne. Damals wurde dies noch gesetzlich vorgeschrieben.

Aktuelle Nachrichten