Haifisch-Gate
CVP-Schmid: «Das erste und letzte Mal Hochseefischen für mich»

Weil er einen geschützten Haifisch verspeist hatte, erregte Grossrats-Kandidat Reto Schmid internationales Aufsehen. Nun zieht er auf Facebook ein Fazit.

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Reto Schmid Haifisch
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Weiter schreibt er auf dem Sozialen Medium: «Dieser Fisch darf gefangen werden und gilt als Delikatesse. Wir freuen uns auf Carpaccio und Steaks von fangfrischem Hai.»
Später kommentiert er das Essen noch mit «Läck isch das fein....»

Reto Schmid Haifisch

Facebook/Reto Schmid

«In den vergangenen Tagen wurden auf meinem Facebook Profil viele Reaktionen und Kritik gepostet.» So beginnt Reto Schmid den zweiten Facebook-Post nach dem grossen Shitstorm, den er auslöste, weil er einen Weissspitzen-Hochseehai gefangen und gegessen hatte.

Es bedankt sich bei all jenen, die sich «offen auf diesem Profil oder bei mir persönlich gemeldet und nach meiner Erklärung Verständnis gezeigt haben».

Der Badener Politiker und CVP-Grossratskandidat zieht ein klares Fazit aus der Sache, wie er weiter schreibt: Er werde nie mehr Hochseefischen gehen und er freue sich, wenn «wir auch andere Probleme, die sich unserer Gesellschaft stellen, mit ähnlicher Inbrunst angehen können». Dann allerdings in einem sachlichen Umgangston.

Nach dem Post aus den Ferien auf Mauritius, in dem er ankündigte, Hochseefischen zu gehen, und dem folgenden Posieren mit dem toten Haifisch wurde Schmid mit negativen Kommentaren regelrecht eingedeckt. Viele davon waren beleidigend. Schmid löschte zwar den Post, doch in der Kommentarspalte seines Entschuldigungsposts mit dem Versprechen, sich für den Haifischschutz einzusetzen, hagelte es weiter negative Kommentare.