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Mit einer Anfrage will die CVP Baden vom Stadtrat erfahren, wie Verwaltungsorganisation und Stadtratsorganisation geregelt sind. Was sich unspektakulär anhört, entpuppt sich bei genauem Hinsehen als Angriff auf Stadtammann Geri Müller, auch wenn dies die CVP in Abrede stellt.
Fakt ist: Die Anfrage kommt von derjenigen Partei, die damals mit ihrem Ammann-Kandidaten Markus Schneider im Wahlkampf unterlag. Und Fakt ist auch, dass ein zentraler Punkt der Anfrage die Stellvertretung des Stadtammanns und damit Fragen der Entschädigung und Kompetenzen beinhaltet.
Konkret: Es gehe nicht an, dass Geri Müller rund 250 000 Franken verdiene, sich aber gleichzeitig nicht zu 100 Prozent für die Stadt Baden einsetze.
Politisch oder nicht: Die Anfrage kommt zum richtigen Zeitpunkt: Der Umstand, dass Geri Müller neben seinem Amt als Stadtammann (100 Prozent) an seinem Nationalratsmandat (60 Prozent) festgehalten hat, sorgte vor und nach seiner Wahl für hitzige Kontroversen.
Er selber hatte immer wieder betont, dass man diese Zahlen nicht einfach so zusammenrechnen könne und er die beiden Ämter problemlos ausüben könne. Nun ist die Schonfrist abgelaufen; Müller führt das Doppelmandat seit über einem Jahr aus – Zeit für eine Bilanz. Dies umso mehr, als auf Baden ungemütliche Zeiten des Sparens zukommen. Da ist eine starke Führung in besonderem Masse gefragt.
Sollte die Antwort des Stadtrats tatsächlich aufzeigen, dass Geri Müller durch viel Abwesenheit glänzt, dann wird es nicht nur für die Stadt Baden, sondern auch für ihren Stadtammann ungemütlich.