Daniel Wiederkehr, welches Olympia-Ereignis werden Sie nicht so schnell vergessen?

Daniel Wiederkehr: Meine Ankunft im olympischen Dorf. Die Hochhäuser sehen gigantisch aus. Es ist schon verrückt, wie eine kleine Stadt für 20 000 Athleten und Funktionäre aus dem Boden gestampft wurde.

Was war die grösste Enttäuschung?

Die Bedingungen während unseres Wettkampfes. Mein Bootspartner und ich kamen im Leichtgewichts-Zweier aufgrund der hohen Wellen in der Startphase der Rennen überhaupt nicht auf Touren. Es wäre für uns mehr drin gelegen.

Die spannendste Begegnung?

Mit Fabian Cancellara. Ein paar Tage bevor er die Goldmedaille gewann, haben wir gemeinsam die Eröffnungsfeier im Fernsehen geschaut. Es war schon speziell, neben einem solchen Athleten zu sitzen.

Haben Sie Ihre Traumfrau im olympischen Dorf getroffen?

Nein (lacht). Meine Traumfrau habe ich bereits vor acht Jahren gefunden und ich bin sehr glücklich mit ihr.

Welche anderen Wettbewerbe haben Sie sich vor Ort angeschaut?

Leider noch keine. Aber ich habe viele Disziplinen im Fernsehen gesehen. Ich hoffe, dass ich unseren Triathleten vor Ort die Daumen drücken kann.

Wie geht es für Sie nach Olympia weiter?

Ich bleibe noch in Südamerika und reise mit meiner Familie durch Brasilien. Unser grosses Ziel ist der Amazonas. Ende August kehre ich in die Schweiz zurück und werde mein
Studium als Wirtschaftsingenieur fortsetzen. Vom Rudersport brauche ich erst einmal eine Pause. Mal sehen, wie es in einem halben Jahr weitergeht.