Baden

Dank Crowdfunding ein Dach über dem Kopf: Sozialwerk Hope sammelt 4800 Franken für Obdachlose

Daniela Fleischmann ist Geschäftsführerin des Sozialwerks Hope.

Daniela Fleischmann ist Geschäftsführerin des Sozialwerks Hope.

Statt in der Kälte im Freien können sich die Obdachlosen Peter und Anita nun bis April an einem warmen Ort aufhalten: Das christliche Sozialwerk Hope hat auf einer Spenden-Plattform 4800 Franken gesammelt.

Seit vielen Jahren ist Peter (Name geändert) obdachlos. Im Winter findet er zeitweise Unterschlupf im Keller des christlichen Sozialwerks Hope in Baden. «Doch weil die Situation rechtlich problematisch ist und Peter älter wird, wollten wir ihm für die kalten Monate ein warmes Obdach bieten», sagt Daniela Fleischmann, Geschäftsführerin von «Hope».

Aus diesem Grund lancierte der spendenabhängige Verein, der sich seit 34 Jahren für Menschen am Rande der Gesellschaft einsetzt, auf der Crowdfunding-Plattform der Raiffeisenbank lokalhelden.ch das Projekt «Obdachlos mit Hoffnung».

Innerhalb zweier Monate kamen auf diese Weise nicht weniger als 4800 Franken zusammen. «Mit dieser Spende können wir für Peter eine kleine Wohnung mieten», sagt Fleischmann erfreut. Aber nicht nur: Da mehr Geld gespendet wurde als erhofft, kann das «Hope» auch der Obdachlosen Anita ein Zimmer finanzieren. «Die beiden sind sehr glücklich, dass sie sich nun Tag und Nacht an einem warmen Ort aufhalten können.» In Bezug auf Peter spricht Fleischmann ausserdem von einem «Riesenwunder». «Normalerweise verweigert er alle Unterschriften. Doch in diesem Fall hat er das Hausreglement ohne Wenn und Aber unterschrieben», sagt sie.

Obdachlosen unter die Arme greifen

Daniela Fleischmann ist froh, dass man zwei Obdachlosen helfen konnte. Denn: «Nicht immer nehmen sie Unterstützung an. Auch sind manche von ihnen nicht fassbar.» Ein Grund kann eine psychische Erkrankung sein oder aber Drogen. «Einige sind so süchtig, dass es zu gefährlich wäre, ihnen unbetreuten Wohnraum zur Verfügung zu stellen», sagt Fleischmann. Diesen Menschen könne man aber mit anderen Angeboten unter die Arme greifen. «Beispielsweise haben sie die Möglichkeit, bei uns zu duschen und zu essen. Oder sie können sich auch einfach nur bei uns aufhalten.»

Chancen stünden bei Anita gut

Dank den Spendengeldern, die auf der Crowdfunding-Plattform gesammelt wurden, können Peter und Anita nun bis April an einem geschützten Ort nächtigen. «Danach müssen die Betroffenen je nach Situation wieder in der freien Natur übernachten», sagt Daniela Fleischmann und fügt an: «Oder aber sie finden ihren Weg und können sich etablieren.» Was Anita betrifft, würden die Chancen gut stehen. «Sie wurde durch einen Schicksalsschlag obdachlos. Doch jetzt packt sie ihr Leben an», sagt die «Hope»-Geschäftsführerin. Bei Peter sei es schwieriger, hier versuche das «Hope» so gut es gehe, ihn zu unterstützen und ihm Gemeinschaft zu bieten.

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