Dass einige Primarschüler am freien Nachmittag aus eigenem Antrieb in die Schule gehen, passiert nicht oft. Doch genau das ist gestern in Remetschwil geschehen: Gemeinsam mit Schülern aus der vierten und fünften Klasse, die Unterricht hatten, waren sie gekommen, um dem Spatenstich zum Neubau des Primarschulhauses beizuwohnen.

«Nach fast zwei Jahren Planung sind wir sehr erfreut, dass es jetzt soweit ist», sagte Gemeinderätin und Bildungsvorsteherin Vreni Sekinger. Es sei schön mit anzusehen, dass der Neubau jenseits der Pläne Form annehme. Bereits Mitte August soll das Schulhaus in Betrieb genommen werden.

«Das ist zwar ehrgeizig, aber aufgrund des Modulbaus möglich», sagte Sekinger. Bevor in die Höhe gebaut werden kann, muss der 20 Jahre alte Pavillon abgebrochen werden. Dieser sei in einem schlechten Zustand gewesen und habe ökologische Mängel aufgewiesen, so Schulleiterin Doris Tremp. Deshalb: «Wir sind froh, dass es losgeht.»

Der Neubau, geplant von der Poletti Spuler Architekten AG aus Ennetbaden, wird zweistöckig: Im Sockelgeschoss kommen unter anderem die Aula und das technische Werken unter, im Hauptgeschoss vier Klassenzimmer und zwei Gruppenräume. Zudem ziehen auch die beiden Kindergartenabteilungen in den Neubau ein. Der bestehende Kindergarten an der Buchslistrasse wird zeitgleich umgebaut und bereitgestellt für die Tagesstrukturen, deren Gebäude im Sommer abgebrochen wird.

Die Kosten von Neu- und Umbau belaufen sich auf insgesamt rund fünf Millionen Franken. Den beiden Verpflichtungskrediten haben die Remetschwiler an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung Ende August 2105 mit deutlichem Ja zugestimmt.