Spreitenbach
Dank Shoppi Tivoli und Co: 800 Unternehmen bieten 8000 Arbeitsplätze

Spreitenbach ist wirtschaftlich besser als sein Ruf: Jeder Einwohner, der arbeitet, könnte dies theoretisch in der Gemeinde mit 10800 Einwohnern tun. Die meisten Arbeitsplätze bietet wenig überraschend der Detailhandel.

Dieter Minder
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Apéro für Industrie und Gewerbe in Spreitenbach
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Spreitenbach Unternehmer und Politiker im Gespräch
Spreitenbach Unternehmer und Politiker im Gespräch im Zentrumsschopf
Spreitenbach Gläser mit dem Wappen

Apéro für Industrie und Gewerbe in Spreitenbach

Emanuel Freudiger

«Theoretisch könnte jeder in Spreitenbach wohnende Arbeitnehmer auch hier arbeiten», stellte Gemeindeammann Valentin Schmid fest. Er stellte die Bedeutung von Spreitenbach als Werkplatz anlässlich des Apéros für Industrie und Gewerbe vor. Dazu waren rund 100 Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertreter in den Zentrumsschopf gekommen. Der Anlass dient, wie Schmid sagte, vor allem dem Kontakt zwischen den Behörden und den Wirtschaftsvertretern. «Sprechen Sie mit uns», sagte Schmid, denn: «Spreitenbach und seine Industrie entwickeln sich gemeinsam.»

400 Lehrstellen in der Gemeinde

Rund 800 Industrie- und Gewerbeunternehmen sind in Spreitenbach angesiedelt. Sie bieten rund 8000 Arbeitsplätze, verteilt auf 6700 Vollzeitstellen. Davon entfällt ein grosser Teil auf die Detailhändler. In Spreitenbach sind sowohl sehr grosse, wie Migros, Coop, Interio oder Ikea, aber auch zahlreiche kleine Anbieter tätig. Sie verteilen sich auf die ganze Gemeinde, sorgen also auch dafür, dass es ausserhalb der Einkaufszentren noch Einkaufsmöglichkeiten gibt. Grosse Bedeutung misst Schmid dem Ausbildungsangebot der Unternehmen bei. In Spreitenbach gibt es rund 400 Lehrstellen. «Damit könnten alle unsere Schulabgänger, die eine Lehre absolvieren wollen, dies in Spreitenbach machen.»

Entwicklungsschub dank Limmattalbahn

Mit den Worten: «Einen grossen Entwicklungsschub verdankt die Gemeinde dem Projekt Limmattalbahn», begann Schmid seine Ausführungen zur künftigen Entwicklung der Gemeinde. Unverständlich sei das Verhalten des VCS zum Projekt HGO, das neben einem Obi-Markt vor allem rund 400 Wohnungen und die Haupthaltestelle der Limmattalbahn bringen soll. «Der VCS blockiert ein Vorzeigeprojekt, das den Minergiestandard erfüllt, das verdichtet ist und direkt an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist.» Damit erfülle es alle vom VCS immer wieder erhobenen Forderungen. Südöstlich des HGO ist das Projekt Zentrum in Arbeit, das unter anderem einen Stadtsaal enthalten soll. «Wir erwarten in diesem Jahr das Baugesuch», sagt Schmid. Das Areal Kreuzäcker sei für den Gemeinderat ein Sorgenkind. Die kommunale Planung wurde wegen der Strassenführung vom Kanton kassiert. Erhat die Sache nun selbst in die Hände genommen.

Eine besondere Rolle spielt das an der Kantonsgrenze liegende Gebiet Asp. «Die dort mögliche Entwicklung soll kantonsübergreifend erfolgen.» Deshalb soll die Planung mit der Stadt Dietikon koordiniert werden.

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