Einen Engel mit vier Herzen: Das hat sich die Familie für den Grabstein ihrer geliebten Isabella gewünscht. Jetzt, über zwei Jahre nach dem Tod der 20-Jährigen, ging der Wunsch in Erfüllung. Seit Freitag steht der Grabstein auf dem Grab auf dem Friedhof in Turgi. "Ich finde ihn wunderschön. Es ist der richtige für Isabella", sagt Mutter Violeta T. zum Regionalsender Tele M1.

Die Familie hätte sich den Grabstein alleine nicht leisten können. Darum führte der Rothrister Bildhauer Fritz Scheidegger eine Spendenaktion durch. Gut 800 Franken kamen zusammen. Den Rest steuerten der Bildhauer und die Familie bei. "Ich bin froh, dass ich ihnen das ermöglichen konnte. Das Schicksal ging mir als Familienvater sehr nahe", sagt Scheidegger.

Isabella T. aus Turgi verschwand im November 2017 spurlos. Vier Monate später fand ein Spaziergänger ihre Leiche in einen Teppich eingewickelt in einem Wald im Kanton Thurgau. Gemäss Staatsanwaltschaft starb sie vermutlich an einer Überdosis Drogen. Das Verfahren gegen drei Verdächtige wegen unterlassener Nothilfe ist noch im Gang.

Isabellas Mutter trauert noch immer tief um ihre Tochter: "Es ist immer noch sehr schmerzhaft." Sie schliesse die Türe zu Hause nie ab – in der Hoffnung, ihre Tochter komme nach Hause. (mwa)