Gebenstorf

Das 4. Aargauer Windfest erklärt die Windenergie der Zukunft

Auf Einladung des Fördervereins Windenergie Aargau wurde auf dem Schwabenberg das 4. Aargauer Windfest gefeiert. Unter dem Motto «Energievisionen für den Aargau» gab es viele Fachvorträge und einen regen Wissensaustausch.

Unter dem Motto «Energievisionen für den Aargau» gab es an Fachvorträgen sowie an den Ständen verschiedener Organisationen und Unternehmen viel Wissenswertes zum Thema zu erfahren.

Allerlei Windräder drehten auf dem Hof Schwabenberg im Wind, einige davon aus Abfallmaterial gebastelt, andere nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. Thomas Leitlein, Präsident des Fördervereins Windenergie Aargau, zeigte sich bei seiner Ansprache optimistisch: «Endlich will sich der Kanton Aargau ernsthaft um die Windenergienutzung in seinem Gebiet kümmern», sagte er und zitierte Bundesrätin Doris Leuthard: «Der Bundesrat hat bereits dargelegt, dass der Umbau technisch möglich ist, wenn wir ihn sorgfältig organisieren und wir 25 bis 30 Jahre Zeit haben. Berechnungen der ETH haben es bestätigt.»

Strom vom Chörnlisberg?

Verschiedene Referenten sprachen über Windenergie und deren Umfeld. Windenergiepionier Heiner Dörner aus Heilbronn erzählte vom Stand der Windenergie in Baden-Württemberg, Tillmann Schildhauer vom Paul-Scherrer-Institut stellte neue Wege der Holzverstromung vor. Bei einer Podiumsdiskussion, an der mit Bastien Girod (Grüne), Bernhard Guhl (BDP) und Beat Flach (GLP) gleich drei Nationalräte beteiligt waren, wurde über die Energiepolitik im Aargau diskutiert. Viel Informationsmaterial lag auf, darunter eine Studie für eine Windkraftanlage auf dem Chörnlisberg. Mit vier grossen Windrädern im Gebiet zwischen Baldegg und Gebenstorfer Horn könnte der Strombedarf von rund 10000 Personen gedeckt werden.

Während im Festzelt Bratwürste brutzelten und Birmenstorfer Wein ausgeschenkt wurde, gab es rundherum an verschiedenen Ständen viel Anschauungsmaterial, wie zum Beispiel kleinere Windkraftanlagen, die sich für Hausdächer eignen. Auch für die Kinder gab es ein Programm: In einer Werkstatt konnten sie Windräder aus Papier oder PET-Flaschen basteln und ihren Ballon zu einem Wettfliegen starten. «Letztes Mal flog ein Ballon bis nach Venedig», sagte Thomas Leitlein. Auch das ein schönes Anschauungsbeispiel für die Kraft des Windes.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1