Baden
Das Badener Kurtheater erhält prominente Unterstützung

Sechs ehemalige Stadträte setzen sich für den Umbau des Kurtheaters ein. Durch Plakate, Flyer und Mund-zu-Mund-Propaganda möchten sie ihre Argumente herüberbringen.

Daniel Vizentini
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Der ehemalige Stadtrat Kurt Wiederkehr macht sich mit anderen Badener Persönlichkeiten stark für den Umbau des Kurtheaters.

Der ehemalige Stadtrat Kurt Wiederkehr macht sich mit anderen Badener Persönlichkeiten stark für den Umbau des Kurtheaters.

Die Liste der Co-Präsidenten ist lang und prominent: Die ehemaligen Badener Stadträte Ruth Blum, Pia Brizzi, Philip Funk, Martin Langenbach und Kurt Wiederkehr sowie der ehemalige Stadtrat und langjährige Stadtammann Josef Bürge haben das Komitee «Pro Kurtheater» gegründet. Sie setzen sich damit für den Umbau und die Erweiterung des Badener Kurtheaters ein. Am 3. März wird das Volk über den 34 Millionen Franken teuren Projektierungs- und Baukredit abstimmen. 20 Millionen Franken soll von der Stadt Baden getragen werden, der Rest wird vom Kanton Aargau, den Nachbargemeinden und der Theaterstiftung finanziert.

«Das Kurtheater ist seit seiner Eröffnung 1952 nie umfassend saniert worden», schreibt das Komitee in einer Mitteilung. Mit dem aktuellen Umbauprojekt erhalte das Kurtheater «optimierte betriebliche Abläufe auf und hinter der Bühne», Besucherinnen und Besuchern könnten von mehr Beinfreiheit im Zuschauerraum profitieren, das Gastronomieangebot würde verbessert und der hindernisfreie Zugang für körperlich Behinderte würde gewährleistet.

Mund-zu-Mund-Propaganda

«Wir werden Plakate aufstellen in der Stadt und Flyer verteilen», sagt Co-Präsident Kurt Wiederkehr. Vor allem aber möchte das Komitee auf Mund-zu-Mund-Propaganda setzen. «Es ist wichtig, dass wir unsere Argumente den Wählern persönlich herüberbringen.» Für die Abstimmung rechnet sich das Komitee gute Chancen ein. «Es wurde sehr lange und intensiv an der Vorlage gearbeitet», sagt Kurt Wiederkehr. Bis auf vereinzelte Anwohner habe sich niemand gegen den geplanten Umbau geäussert. «Diese breite Unterstützung zeigt uns, dass es in Baden auch in Zukunft eine qualitativ hochstehende Theaterkultur geben soll, die über die Region hinaus strahlt.» Alle Badener würden gemäss Kurt Wiederkehr von einem sanierten und erweiterten Kurtheater profitieren. «Es ist kein elitäres Theater, die Vorstellungen sind sehr breit gefächert.»

Eröffnung im Herbst 2016

Vertreter des Komitees «Pro Kurtheater» waren an einer Informationsveranstaltung der Stadt zum geplanten Umbau des Theaters anwesend (die az berichtete). Neben dem Umbau sei auch die Variante Ersatzbau geprüft worden. Diese käme jedoch zwischen 10 und 20 Millionen teurer. Einen Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes kommt nicht infrage. Stimmen die Badener Anfang März dem Baukredit zu, wird das Projekt ausgearbeitet und das Baugesuch eingereicht. Sobald die Baubewilligung vorliegt, müssen noch archäologische Grabungen vorgenommen werden. Im Herbst 2016 soll Kurtheater wiedereröffnet werden.