Botta-Kuppel
Das «Bistro de la Presse» lebt nach der Badenfahrt in Winterthur weiter

Aus der ehemaligen Badenfahrt-Festbeiz des «Badener Tagblatts» ist nun ein Gartencafé geworden. Die markante Botta-Kuppel hat es der neuen Betreiberin angetan.

Carla Stampfli
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Von der Badenfahrt-Festbeiz «Bistro de la Presse» zum Gartencafé «1zelstück»...
6 Bilder
... Seit Anfang Juni und noch bis Ende August steht das Pop-up-Lokal in Winterthur.
Die Zürcher Event- und Kommunikationsagentur Pointbreak Events betreibt das Lokal.
Es folgen weitere Bilder vom Bistro.
Bistro de la Presse lebt in Winterthur weiter

Von der Badenfahrt-Festbeiz «Bistro de la Presse» zum Gartencafé «1zelstück»...

zvg

Nanu, das ist doch ...? Genau, das «Bistro de la Presse» mit der von Architekt Mario Botta inspirierten Kuppel! Fast ein Jahr ist es her, seit sich die Stadt Baden während zehn Tagen in ein riesiges Festgelände verwandelte. Die Badenfahrt mit ihren rund 90 aufwendig gestalteten Festbeizen zog über 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Schweiz an. Auch das «Badener Tagblatt» beteiligte sich mit dem «Bistro de la Presse» am nur alle zehn Jahre stattfindenden Volksfest.

Nach dem prominenten Auftritt auf dem unteren Bahnhofplatz im August 2017 in Baden lebt die BT-Festbeiz nun in Winterthur als Pop-up-Lokal weiter. Besitzerin des temporären Gartencafés ist die Zürcher Event- und Kommunikationsagentur Pointbreak Events: Seit Anfang Juni betreibt sie das «1zelstück» auf dem Archplatz beim Bahnhof. Wie der Name verrät, setzt sich das jährlich wiederkehrende Projekt aus verschiedenen Einzelstücken zusammen – Besteck vom Brockenhaus, Pflanzentrögen, Deko-Artikeln und vielem mehr.

«Die müssen wir haben»

«Die Inspiration für unser Pop-up-Lokal holen wir uns oft an Festen und Events», sagt Kim Grenacher von Pointbreak Events. «Als wir an der Badenfahrt die Beiz mit der Botta-Kuppel sahen, wussten wir: die müssen wir für unser Gartencafé haben.» Nicht nur die Architektur habe überzeugt, sondern auch das Holz. «Das Material strahlt Wärme aus und schafft ein gemütliches sowie heimeliges Ambiente. Genau das, was wir mit dem ‹1zelstück› erreichen wollen.» Nicht zuletzt punktete das ehemalige «Bistro de la Presse» mit seiner grossen gedeckten Fläche. «Im letzten Jahr hatten wir einen Schiffscontainer als Bar. Das sah zwar sehr gut aus, jedoch fanden die Gäste bei schlechter Witterung kaum Unterschlupf», sagt Grenacher. Nun hat die Agentur unter der Botta-Kuppel zahlreiche Tische unterbringen können.

Im Winterthurer Gartencafé kann gespeist werden, wobei – ähnlich wie im «Bistro de la Presse» – auch Bands und Slampoeten auftreten. Das Pop-up-Lokal ist noch bis zum 31. August geöffnet. Was geschieht danach mit der Beiz? «Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir sie für andere Events brauchen werden», sagt Grenacher. Auch könne sich die Agentur gut vorstellen, dass die Botta-Kuppel im nächsten Jahr wiederum für das «1zelstück» benutzt wird.

Hommage an Bottas Dachkuppel

Die Festbeiz hat der Fislisbacher Schreinerei- und Holzbaubetrieb Peterhans, Schibli & Co. gebaut. Insgesamt zehn Kubikmeter Holz und 350 Quadratmeter Spanplatten wurden für das ehemalige «Bistro de la Presse» verarbeitet. Das Spezielle: Es ist eine Nachbildung der Dachkuppel, die der Architekt des neuen Badener Thermalbads Mario Botta ursprünglich für das ehemalige Hotel Verenahof vorgesehen hatte, jedoch aus Denkmalschutzgründen nicht umgesetzt werden kann. Mit dem «1zelstück» wird der Traum des Tessiners nun erneut Realität – zumindest für kurze Zeit.

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Sandra Ardizzone

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