Musée bizarre
Das Bizarre soll sich weiter aller Augen erfreuen

Der Kanton soll sich für das aussergewöhnliche Museum einsetzen. Martin Christen (SP) will mit einem Postulat dafür sorgen, dass das Musée bizarre in Rieden gerettet wird.

Dieter Minder
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Der Kanton soll sich für das aussergewöhnliche Museum einsetzen, Martin Christen (SP) aus Turgi will dafür sorgen, dass das Musée bizarre in Rieden gerettet wird. Mit einem Postulat fordert er den Regierungsrat auf, für den Fortbestand des «weltweit einzigartigen Museums» zu sorgen.

Das als «Ausstellungsgesamtkunstwerk» geltende Musée bizarre wurde 1999 ohne staatliche Unterstützung von Margaretha Dubach und Jürg Willi auf privater Basis gegründet, aufgebaut und eröffnet, schreibt Christen in seiner Begründung. Seither sei es nicht nur kantonal und national auf grosses Interesse gestossen, sondern hat auch international Beachtung gefunden: So gehört es unter anderem zu den «20 aussergewöhnlichsten Museen Europas».

Mosaikstein der kantonalen Kultur

Dieses wirklich einmalige Museum mit seinen Dauerausstellungen «Die sonderbaren Badekuren von Professor Pilzbarth» und «Mäusemuseum» soll nun auf Ende Jahr geschlossen werden. Obwohl sich der Verein «Freunde des Musée bizarre» und andere Kulturinteressierte um den Fortbestand bemühen, ist noch keine Lösung in Sicht.

Mit der Museumsschliessung würde der Kanton Aargau einen nicht unwesentlichen Mosaikstein seiner kulturellen Vielfalt verlieren, betont Christen. «Ein rasches, effizientes und unbürokratisches Engagement des Kantons zur Rettung dieses Kulturgutes ist deshalb vordringlich.»