Baden
Das ehemalige «Fiori» soll ab Herbst wieder eine Beiz sein

Das ehemalige «Fiori» in der Weiten Gasse ist noch immer zu. Sogar der ehemalige «Da-Franco»-Wirt Franco Pallecchi hatte Interesse an der Beiz. Doch Verhandlungen mit dem Liegenschaftsbesitzer scheiterten.

Martin Rupf
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Soll ab Herbst 2013 wieder eine Beiz sein: Das ehemalige «Fiori». mru

Soll ab Herbst 2013 wieder eine Beiz sein: Das ehemalige «Fiori». mru

martin rupf

Ende 2012, nach 40 Jahren wurden im «Da Franco» an der Badstrasse zum letzten Mal italienische Köstlichkeiten aufgetischt.

Wirt Franco Pallecchi geniesst seither seinen Ruhestand. Doch als wenige Monate später mit dem «Fiori» in der Weiten Gasse ein weiteres Lokal dem Badener Beizensterben zum Opfer fiel, juckte es Pallecchi wieder in den Fingern.

Auf Anfrage bestätigt er das Gerücht: «Ja, ich habe mir überlegt, das Lokal zu übernehmen und wieder zu neuem Leben zu erwecken.» Er hätte dies aber nicht in erster Linie für sich getan, sondern für seine ehemaligen Angestellten.

«Ich hatte im ‹Da Franco› so tolle Angestellte. Für sie tat es mir leid, dass wir schliessen mussten. Gerne hätte ich ihnen in einem neuen Lokal wieder eine Beschäftigung gegeben.»

Mietzins zu hoch

Doch so weit kommt es nun nicht. «Ich konnte mich mit dem Besitzer nicht über Konditionen einigen, die den Betrieb eines gastronomischen Lokals finanziell ermöglicht hätten», erklärt Pallecchi.

Es sei nun halt mal so, dass ein gastronomischer Betrieb bedeutend höhere Auslagen und Fixkosten aufweise als etwa ein Modegeschäft, wie sie zurzeit an allen Ecken der Stadt aus dem Boden schiessen würden. Pallecchi sagt es zwar nicht direkt, doch man vermutet: Der Mietzins war Pallecchi zu hoch.

Die Liegenschaft gehört Lieni Fueter. Dieser bestätigt, dass es Gespräche mit Pallecchi gegeben habe. «Leider ist es so, dass wir uns nicht einigen konnten.» Als Vermieter wolle er nicht noch Geld drauflegen, auch wenn er nicht primär das Ziel habe, mit dem Lokal viel Geld zu machen.

Fueter betont, dass er alles daran setze, dass im ehemaligen «Fiori» wieder ein gastronomischer Betrieb geführt werden könne. «Ich hoffe, dass ich bis zur Wiedereröffnung der neuen Weiten Gasse im Herbst einen Interessenten gefunden habe.» Die Aussichten stünden nicht schlecht, würden doch bereits Gespräche stattfinden.

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