Baden

«Das Fantoche versetzt Baden in einen Rauschzustand»

Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing Baden mag Spinnereien am Fantoche.

Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing Baden mag Spinnereien am Fantoche.

Thomas Lütolf, Leiter des Standortmarketing Baden, schwärmt von schrägen Gästen und guten Umsätzen am Fantoche. . Erwartet werden 3000 Filmfans aus aller Welt. Baden sei die richtige Stadt für das Festival.

«Das Fantoche ist progressiv und weltoffen und versetzt Baden in einen Rauschzustand», sagt Thomas Lütolf, Leiter des Standortmarketing Baden. Genau solche Events seien wertvoll für eine Stadt. «Fantoche ist hier gewachsen. Es ist ein Glücksfall. Dazu muss man Sorge tragen.»

Über 3000 Filmfans erwartet

Kein Zufall, sind dieses Wochenende die Unterkünfte in Baden sehr gut ausgelastet. Erwartet werden über 30000 Filmfans. «Wenn also jeder dieser Besucher nur schon 10 Franken für die Verpflegung ausgibt, ist das bereits ein stattlicher Beitrag, der verschiedenen Unternehmen zugutekommt», rechnet Lütolf vor.

Das Fantoche gehört zu den weltweit herausragenden Festivals für Animationsfilm und ist in der Schweiz das bedeutendste Kulturereignis, das sich ausschliesslich dem Animationsfilm widmet. Die Erstausgabe fand 1995 noch in kleinem Rahmen statt – seit 2010 gibt es eine jährliche Austragung. Die Filmfans kommen in den Genuss von über 200 Kurzfilmen, 12 Langfilmen und einem breiten Rahmenprogramm.

«Das Fantoche passt zum kulturellen Bild Badens»

«Kreativität hat in Baden ihren Platz, Fantoche ist ein Highlight, das zum kulturellen Bild von Baden passt», sagt Lütolf. «Das Publikum ist international und jung, manchmal auch schräg, das gefällt uns und tut Baden gut.» Sobald das Festival seine Flügel über Baden ausbreitet, entsteht ein kosmopolitisches Flair. Lütolf beschreibt das so: «Ein sympathischer Stolz der Leute, auf Tuchfühlung mit der grossen weiten Welt gehen zu können.» Lütolf lobt auch die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die zu dieser Stimmung beitragen und dieses Festival überhaupt erst ermöglichen.

Wichtig ist auch eine gute Zusammenarbeit der Organisatoren mit der Stadt und den Unternehmen der Umgebung. «Die Festivalleitung hat uns bestätigt, dass sie sich in Baden wohlfühlen», sagt Lütolf. Oft würden gut laufende Festivals in grössere Städte abziehen. Er sieht aber für das Fantoche klare Vorteile am Standort Baden im Vergleich zu einer grösseren Stadt wie Zürich. «Es ist einfacher, über Baden den Festivalcharakter zu stülpen und ein Festfieber auszulösen, als in einer grossen Stadt. Dort wäre alles verzettelt oder nur auf ein Quartier beschränkt.» In Baden seien Kinos und Treffpunkte zentral gelegen und stets in Gehdistanz.

Spinnereien auch für Laien

Das Standortmarketing Baden trägt seinen Teil zum Gelingen des Fantoche bei. «Wir bieten eine Auftrittsplattform und kontaktieren Partnerkanäle wie Schweiz Tourismus oder Zürich Tourismus», erklärt Lütolf. Vor vier Jahren hätten sie sich dafür eingesetzt, dass eine Fantoche-Beflaggung auf der Hochbrücke möglich wurde. Lütolf hofft nun, dass bald auch auf der Siggenthalerbrücke Fantoche-Fahnen wehen werden.

Der Mann vom Standortmarketing freut sich auf die Animationsfilme: «Ich versuche immer, einige Filme am Fantoche zu sehen, das gibt mir einen Einblick ins Festival.» «Stallgeruch» nennt dies Lütolf. Als Laie komme er aber manchmal mit sehr vielen Fragezeichen aus dem Kinosaal. «Aber das macht nichts, Spinnereien gefallen mir.»

Fantoche – Festival für Animationsfilm, vom 6.–11. September 2011. www.fantoche.ch

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