Baden

Das Festival, das funkelt und glitzert

Aufbau des Musikfestivals «One of a Million (OOAM)» in der Druckerei in Baden: Dennis Kiss, Helfer (links), und der Festivalleiter sowie Produktionsverantwortliche Nico Schulthess bei den letzten Vorbereitungen. Im Hintergrund, rechts oben, Lukas Kuprecht, Helfer. Chris Iseli

Aufbau des Musikfestivals «One of a Million (OOAM)» in der Druckerei in Baden: Dennis Kiss, Helfer (links), und der Festivalleiter sowie Produktionsverantwortliche Nico Schulthess bei den letzten Vorbereitungen. Im Hintergrund, rechts oben, Lukas Kuprecht, Helfer. Chris Iseli

Am Freitag beginnt das «One of a Million» – auch dank dem Einsatz von rund 130 freiwilligen Helfern

Noch steht eine Leiter im Weg und Werkzeug liegt auf dem Boden, doch schon heute Abend treten die ersten Musiker im Rahmen des «One of a Million» auf. Die Vorbereitungen für die siebte Ausgabe des Musikfestivals laufen seit Mittwochmorgen auf Hochtouren. 51 Acts aus 12 Ländern verwandeln die Stadt bis Samstag, 11. Februar, in eine grosse Festivalbühne. Dabei werden gesamthaft 17 Orte bespielt.

«Dieses Jahr erwartet die Gäste viel Leuchten und Glitzern», sagt Nico Schulthess, Festivalleiter und Produktionsverantwortlicher. So schmücken silbern funkelnde Vorhänge und Schmuck aus Aluminium die Wände der Spielorte. «Die Ästhetik ist ein zentraler Punkt des Festivals», erklärt Schulthess.

Trailer:  One Of A Million 2017

Trailer: One Of A Million 2017

Freiwillige aus der ganzen Schweiz

Zu den Hauptspielorten zählen das Royal, die Druckerei, die Stanzerei und der Club Joy. Rund 130 ehrenamtliche Helfer dekorieren und rüsten die Spielstätten seit drei Tagen mit zusätzlichem Equipment aus.

«Die Freiwilligen kommen aus der ganzen Schweiz, um mitzuhelfen», sagt Schulthess. Untergebracht werden die Helfer sowie die Hälfte aller Bandmitglieder in Privathaushalten der Region. Auf harten Matten muss aber keiner schlafen: «Viele Menschen aus der näheren Umgebung stellen gerne ein Bett und ein ‹Zmorge› zur Verfügung. Für uns ein Zeichen, dass das Festival ein Teil von Baden geworden ist», so Schulthess. Denn das «One of a Million» sei darum bemüht, das gastfreundlichste Festival der Schweiz zu sein.

Kein Fleisch: Alle finden es gut

Entschädigt werden Helfer und Gastgeber mit Gratiseintritten und Verpflegung. Wobei es kein Fleisch am Festival gibt, denn neu ist das «One of a Million» CO2-neutral. «Weder Musiker noch Helfer haben reklamiert oder Fleisch nachbestellt: Unser Konzept kommt gut an», sagt Schulthess.

So sei auch das Dekorationsmaterial wiederverwendbar oder wenigstens recycelbar. «Und für den Transport arbeiten wir mit Partnern, die uns Elektroautos zur Verfügung gestellt haben», erklärt Schulthess und fügt an: «Es ist keine PR-Aktion, wir arbeiten bis in möglichst jedes Detail umweltfreundlich.»

Natürlich bringt dies auch einige logistische Herausforderungen mit sich. So mussten alle Transportwege optimiert und an gewissen Orten zusätzliche Stromleser installiert werden. Denn der Strom für das Festival wird regional und aus erneuerbarer Energie gewonnen. Ermöglicht wird dies durch die Regionalwerke AG Baden.

Mit Konzerten beginnt der Stress

«Das ‹One of a Million› ist eine Herzensangelegenheit. Es ist super anstrengend, man steht immer unter Strom. Aber es lohnt sich», sagt Schulthess. Wobei die Vorbereitungsarbeiten noch verhältnismässig entspannt seien.

Der grosse Stress beginne mit den Konzerten, dann heisse es: Bands koordinieren und Konzertabläufe organisieren. Die Stadtkonzerte, die tagsüber an den Wochenenden stattfinden, seien besonders stressig, weil es sogenannte Popup-Konzerte sind. «Das heisst, wir stellen am Morgen auf und bauen nach dem Konzert alles wieder ab», erklärt Schulthess.

Die grosse Herausforderung: «Man muss immer spontan und auf jede aussergewöhnliche Situation vorbereitet sein.» Doch in den letzten Jahren habe dies stets gut funktioniert. Schulthess: «Letztes Jahr haben wir innerhalb von einer Stunde Ersatz für das komplette Material einer Band aufgetrieben.»

OOAM: Auftakt heute um 18.30 Uhr mit der Band Rio im Club Joy in Baden.

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