Einige Stunden früher: Steil führt der Weg hinauf von Baden zur Gipsgrube in Ehrendingen – liebevoll gestaltete Dekorationen und Holzbauten kündigen an: Hier sind wir richtig, willkommen am Festival des Arcs.

Während des lauen Nachmittags geniessen die Besucherinnen bei entspannter Atmosphäre die idyllische Aussicht vom Hügel herab auf das Festivalgelände – Kinder spielen vergnügt auf dem Kiesweg, neben ihnen machen sich zwei Akrobaten warm für ihre Performance.

Musik, Essen und Akrobatik: Eindrücke vom Festival des Arcs.

Musik, Essen und Akrobatik: Eindrücke vom Festival des Arcs.

  

Von der Zeltbühne her ist gemütlicher Dubreggae der jungen Glarner Band «Hazer Baba» zu vernehmen. Der Pöstler bahnt sich seinen Weg durch das Publikum, um einer jungen Frau einen Brief auszuhändigen. Das Festival des Arcs ist wohl eines der einzigen Open Airs, das eine festivaleigene Post besitzt. Kreativität wird hier gross geschrieben.

Die Nacht bricht an

Der Ursprung des Des Arcs geht zurück auf ein Dorffest im Jahr 2000 – mittlerweile ist das Open Air ein fester Bestandteil und Treffpunkt der lokalen Kulturszene geworden und bietet Künstlerinnen und Künstlern aus der Region eine Plattform. So ist es auch für das Duo «bluemer/haenni» die erste gemeinsame Live-Performance, was vom Publikum mit frenetischem Applaus gefeiert wird. Dann der Stilbruch. Aggressive Beats ab Konserve gepaart mit sozialkritischen Texten – «Spezial K» nennt sich der Berliner Anarchorapper, der auf der Zeltbühne dem Publikum seine Lyrics um die Ohren haut.

Mittlerweile ist die Sonne längst untergegangen, einige haben es sich auf der Suche nach Wärme bei der Feuerschale gemütlich gemacht. Andere strömen in Richtung Hauptbühne, denn da soll in wenigen Minuten das Konzert von «Raggabund» beginnen.