Baden
Das Festival One Of A Million ist Badens neuester Kulturleuchtturm

Am Samstag ist der neunte und letzte Tag des «One Of A Million»-Festivals. Wir machen bereits einen Rückblick auf eine gelungene Woche voller Musik in fünf Lokalen der Stadt.

Daniel Vizentini
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Vier Badener Bands spielen gemeinsam am Festival One Of A Million.
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Adrian Erni, der Sänger von John Caroline.
Al Pride gemeinsam auf der Bühne mit Adrian Erni, dem Sänger von John Caroline.
Al Pride spielte als dritte Badener Band.
Al Pride
Christopher Christopher waren vor wenigen Jahren Newcomer, heute sind sie international gefragt.

Vier Badener Bands spielen gemeinsam am Festival One Of A Million.

Christoph Voellmy

Die Kleinstadt Baden hat es wieder geschafft, einen Kulturleuchtturm hervorzubringen, der landesweit seinesgleichen sucht. Und die Huldigung ist berechtigt: In der Schweiz gibt es - im Sommer - zwar unzählige grosse und kleine Open Airs.

Doch ein Musikfestival wie das One Of A Million, das während neun Tagen die kleinen, charmanten Lokalitäten der Stadt mit Musik im Bereich Folk und Indie, fernab vom Mainstream, bespielt, findet man nirgends. Oder am ehesten noch im ebenfalls in Baden stattfindenden Blues Festival.

Einige der Bands, die am Festival spielen, stammen aus dem Norden Europas. So etwa die dänische Band Efterklang, die am Mittwoch im Royal spielte.

Mit Klangschichten aus Instrumenten, Synthesizer und Gesang - besonders die Stimme von Gastsängerin Katinka Fogh Vindelev konnte gar nicht anders, als jede und jeden hinzureissen - rief die Band bei den Zuhörern zauberhafte Traumwelten hervor und zog sie in ihren Bann. Die Floskel ist hier für einmal völlig korrekt am Platz: Die Stimmung im Royal war herzlich, warm und schlichtweg entzückend.

Von Komplimenten überhäuft

So ist es auch diese heimelige Stimmung, die das One Of A Million - nun bereits in seiner dritten Ausgabe - ausmacht. Ob Royal, Merkker, Stanzerei, Cava Bar oder Du Parc: Die Bands fühlen sich in Baden wohl aufgenommen und zu Hause.

So berichten die Helfer des Festivals, dass sie seitens der Musiker von Komplimenten überhäuft werden. Und so mancher Besucher von auswärts, der diese Woche zum ersten Mal in Baden war, wird die Stadt von seiner besten Seite kennen gelernt haben.

«Ich sollte öfters nach Baden kommen», sagte eine Zuschauerin aus dem Raum Lenzburg. Auch Zürcher, Basler, Aarauer und auch Franzosen oder Italiener hat man am Festival gesehen.

Am Donnerstag durften sich auch vier Badener Lokalbands auf der Bühne im Royal präsentieren. One Sentence Supervisor, John Caroline, Al Pride und Christopher Christopher traten gemeinsam als «Four Of A Million» auf. Zuerst abwechslungsweise je 15 Minuten lang, zum Schluss standen dann alle vier Bands für zwei Songs gemeinsam auf der Bühne - 15 Musiker insgesamt.

Gemeinsame Nenner zwischen den vier Bands gibt es einige: Alle machen Musik im Indie-Bereich, einige der Bandmitglieder sind in Rütihof aufgewachsen und gingen in Wettingen an die Kanti.

Wichtigste Gemeinsamkeit ist aber der steile Fortschritt, den die vier Bands in den letzten Jahren gemacht haben. 2007 berichtete die az im Rahmen eines Kantischülerfestivals noch von einem Auftritt der Band John Caroline im Merkker. Sechs Jahre später mag man kaum glauben, wie professionell die Band und wie qualitativ hochgradig ihre Musik geworden ist.

Das Programm am Samstag:
19:00 Case Mayfield (NL), Cava Bar
20:00 Garda (D), Stanzerei
21:15 Zigitros (CH), Merkker
22:45 Amatorski (B), Stanzerei
Anschliessend Party mit B-Sides Trackselector Disco, Stanzerei

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