Grand Casino Baden
Das Grand Casino Baden bleibt die Nummer 1 der Schweiz

Trotz rückläufigem Markt und der Casino-Eröffnung in Zürich hat das Grand Casino Baden die Position als grösstes Schweizer Casino gefestigt. Es erzielte 2012 einen Bruttospielertrag von 92,2 Millionen Franken.

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Das Casino Baden erzielte 2012 einen Bruttospielertrag von 92,2 Millionen Franken.

Das Casino Baden erzielte 2012 einen Bruttospielertrag von 92,2 Millionen Franken.

ZVG

Das Grand Casino Baden, die grösste und wichtigste Beteiligung der Stadtcasino Baden-Gruppe, erzielte 2012 einen Bruttospielertrag von 92,2 Millionen Franken (2011: 103,7 Mio. Franken).

Als Ursachen des Ertragsrückgangs führt die Gruppe die Eröffnung des Casinos Zürich Anfang 2012 ins Feld, was negativ auf die zwei umsatzstärksten Monate November und Dezember durchgeschlagen habe.

Der Rückgang sei laut Detlef Brose, CEO der Spielbank Baden AG im ersten Quartal 2013 kleiner ausgefallen als prognostiziert. «Wir haben bei den Besucherzahlen und beim Umsatz mit einer Einbusse von rund 33 Prozent gerechnet».

Momentan seien es aber weniger als 30 Prozent. Erfreulich sei auch, dass man in den ersten zwei Monaten nach Eröffnung des Casinos in Zürich rund 3 Millionen Franken mehr Bruttospielertrag erwirtschaftet habe, als die Konkurrentin in Zürich, sagt Brose.

«Aktuelle Zahlen aus Zürich aus dem Jahr 2013 liegen mir derzeit noch nicht vor.»

Auch der Rückgang im Gesamtmarkt – er schrumpfte um 8 Prozent – sowie der mehrmonatige Umbau der Gebäulichkeiten in Baden zeitigten eine negative Wirkung auf Umsatz und Ertrag.

Vorwärtsstrategie eingeschlagen

Vor einem Jahr entschied sich der Verwaltungsrat der Stadtcasino Baden für eine Vorwärtsstrategie als Antwort auf die Casinoeröffnung in Zürich. Das Grand Casino Baden wurde mit Investitionen von 7 Mio. Franken umgebaut zum «House of Entertainement».

Seit dem Abschluss des Umbaus wird der Club Joy laut CEO Detlef Brose und Verwaltungsratspräsident Peter Blöchlinger erfolgreich als attraktive Stätte für Firmen- und Betriebsanlässe geführt.

Die Betriebsführung des Badener Kongresszentrums «Trafo» wurde letztes Jahr in die neu gegründete Trafo Baden-Betriebs-AG ausgelagert. Seither wird das Zentrum «Trafo» mit der Badener Eglin-Gruppe als Joint-Venture betrieben.

Mit 73 000 Besuchern bei 215 Anlässen wurde letztes Jahres ein ausgeglichenes «Trafo»-Ergebnis erzielt. Der Ausbau des Trafo-Kulltur- und-Kongresszentrums soll bis Ende 2014 fortgeführt werden mittels Erschliessung einstiger ABB-Industriehallen. Das ehrgeizige Ziel: 2015 sollen Besucherzahl und Umsatz doppelt so hoch ausfallen wie heute.

Wachstumsschritte im Ausland

Zusammen mit der deutschen Gauselmann-Gruppe unternimmt die Casino Baden-Gruppe Wachstumsschritte im deutschsprachigen Ausland. Gemeinsam wird die Entwicklung von Casino-Projekten in Vaduz, Sachsen-Anhalt und Wien vorangetrieben. An allen drei Standorten werden die Realisierungschancen als intakt beurteilt.

Fürs Jahr 2013 rechnet CEO Detlef Brose mit einem weiteren Ertragsrückgang. Dies wegen der Konkurrenzsituation zu Zürich und in der Annahme, dass der Gesamtmarkt weiterhin leicht schrumpfen wird. «Trotzdem», so Brose, «wird das Grand Casino Baden auch im laufenden Jahr eine hohe Profitabilität erreichen.» (sl)