Das Grand Casino Baden musste im vergangenen Jahr einen Rückgang des Bruttospielertrages um 5,6 Prozent auf 61,8 Millionen Franken hinnehmen.

Diese Woche hat der Schweizer Casino-Verband die Ergebnisse sämtlicher Spielbanken des Landes veröffentlicht: Baden ist im Schweizer Ranking vom zweiten auf den dritten Platz zurückgefallen.

Unangefochten an der Spitze liegt nach wie vor Montreux, das den Bruttospielertrag gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 72,6 Millionen Franken steigern konnte.

Auf dem zweiten Platz liegt neu Zürich, das von den grossen Casinos des Landes den stärksten Zuwachs verzeichnen konnte (+4,7 Prozent, 63,9 Millionen Franken Spielertrag).

Spielerträge der Casinos

Spielerträge der Casinos

Auffällig: Seit 2007 sinken die Zahlen der Schweizer Casinos stetig, ihr Erlös lag im vergangenen Jahr nur noch bei 681 Millionen Franken.

Vor acht Jahren noch waren es rund 1 Milliarde Franken. Auch im vergangenen Jahr sank der Umsatz um vier Prozent.

Nur gerade acht Häuser konnten ihre Zahlen gegenüber dem Vorjahr verbessern, die grössten Verluste mussten Davos und Lugano hinnehmen, wo der Umsatz um einen Viertel sank.

Zu schaffen machen den Casinos insbesondere die Konkurrenz im Internet, illegale Spielclubs und Spielhallen im grenznahen Ausland.

Die Hoffnung der Casino-Betreiber liegt im neuen Geldspielgesetz, das dieses Jahr vom Parlament verabschiedet wird.

Es müsse der negativen Entwicklung Rechnung tragen und wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen schaffen, nicht zuletzt auch darum, weil die Abgaben an AHV und Kantone in den vergangenen Jahren enorm gesunken seien, so der Casino-Verband.

Der Zugang zu den illegalen Online-Geldspielen ausländischer Anbieter müsse gesperrt werden. Ausserdem sollen Pokerlokale, die sich mit einem allabendlichen Spielbetrieb finanzieren, verboten werden.

Das Badener Casino erwirtschaftete vergangenes Jahr trotz Umsatzrückgang einen Gewinn von 7 Mio. Franken. Mit ein Grund für den Rückgang seien die Umbauarbeiten bei der Schulhausplatzkreuzung.

Die Stadtcasino Baden Gruppe, die mehrheitlich der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Baden gehört und auch Spielbanken in Davos und Deutschland betreibt, schloss 2015 mit einem Verlust von 700 000 Franken ab.