Obersiggenthal

Das Hallenbad soll 2020 wiedereröffnet werden – Sanierung kostet 1,7 Millionen Franken

Die Tragkonstruktion des Schwimmbad-Daches muss erneuert werden.

Einsturzgefährdete Decke soll so weit wie nötig saniert werden – die Abstimmung ist auf November verschoben.

Anfang September hat der Obersiggenthaler Gemeinderat das Hallenbad auf unbestimmte Zeit geschlossen: Die Decke ist einsturzgefährdet, und die Nutzung des Schwimmbades wäre nicht mehr zu verantworten, lautete die Erklärung.

Seit wenigen Tagen liegt der detaillierte Untersuchungsbericht vor; basierend darauf schlägt der Gemeinderat vor, die Hallenbaddecke so weit zu sanieren, dass die Tragkonstruktion wieder intakt ist und ein Weiterbetrieb gewährleistet werden kann.

Ziel sei eine Wiedereröffnung in der Hallenbadsaison 2020/21, also rund in einem Jahr, heisst es im Projektbeschrieb, der seit wenigen Tagen vorliegt.

Einwohnerrat stimmt erst im November ab

Der Verpflichtungskredit, den der Gemeinderat vom Einwohnerrat beantragen wird, beläuft sich auf 1,685 Millionen Franken. Darüber abgestimmt wird jedoch noch nicht wie ursprünglich angedacht heute Mittwoch, sondern erst in der Sitzung Ende November.

Grund für die Verschiebung laut Gemeindeschreiber Simon Knecht: Weil der Antrag erst seit wenigen Tagen vorliegt, hatten Fraktionen noch nicht genügend Zeit, um alle offenen Fragen zu klären.

An einer Informationsveranstaltung im November sollen die Parteien im Detail informiert werden. Am Zeitplan – der Wiedereröffnung in der kommenden Hallenbadsaison – ändere die kurzfristige Verschiebung der Abstimmung aber nichts, heisst es vonseiten der Gemeinde Obersiggenthal.

Die FDP-Fraktion hatte in einer Stellungnahme kritisiert: «Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass die Vorlaufzeit für diesen bedeutungsvollen Kredit zu kurz ist und der Grössenordnung des Geschäftes nicht gerecht wird.»

Für die SP jedoch stand bereits fest: «Wir stehen klar hinter der Sanierung des Hallen- und Gartenbades. Die Sanierung der Hallenbaddecke muss sofort in Angriff genommen werden, weshalb der kurzfristig vorgelegten Kreditvorlage einstimmig zugestimmt wird.»

Kredit nur für unverzichtbare Arbeiten

Der 1,685-Millionen-Franken-Kredit soll jene Arbeiten ermöglichen, die für die Wiedereröffnung des Bades unverzichtbar seien, heisst es im Antrag sinngemäss; es würden jedoch vorerst keine baulichen Massnahmen erfolgen, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden können, wie etwa definitive Lösungen für Beleuchtung und Akustik.

Etwas weniger als die Hälfte des Verpflichtungskredits würde für die Betonsanierung der Hallenbaddecke verwendet, je rund 200 000 Franken kosten der neue Flachdachaufbau inklusive Abdichtung sowie ergänzende allgemeine Arbeiten.

Vor rund einem Jahr legte der Gemeinderat dem Parlament ein umfassendes Erneuerungsprojekt zur Abstimmung vor; doch das 13,5-Mio.-Franken-Projekt wurde zur Überarbeitung zurückgewiesen. Mehrere Parteien erklärten, ein Kredit in dieser Höhe sei für Obersiggenthal nicht tragbar.

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