Spreitenbach braucht mehr Schulräume. Dazu soll die Schulanlage Hasel saniert und um das neue Schulhaus Buechbühl erweitert werden. Die Kosten werden auf 29,3 Millionen Franken geschätzt. Da der Betrag in einem Wettbewerb eruiert wurde, geht Gemeindeammann Valentin Schmid eher von einem Kostendach aus. Nun soll die Gemeindeversammlung den Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken genehmigen.

Im Kreditantrag geht der Gemeinderat auch auf die politische Entwicklung ein. Es braucht die neuen Schulräume, unabhängig davon, ob Killwangen und Spreitenbach sich zusammenschliessen oder nicht.

Eine missglückte Schätzung

1976 hatte Spreitenbach die Schulanlage Hasel in Betrieb genommen. Heute ist sie, wie die Gemeinde in der Abstimmungsbroschüre feststelle, «bedingt durch Abnutzungserscheinungen in einem schlechten Zustand». Basierend auf der Schulraumplanung wurde der Gemeindeversammlung im Juni 2010 ein Projektierungskredit von 345000 Franken unterbreitet. Die Baukosten wurden auf 14 Millionen Franken geschätzt.

Der Zahl wurde misstraut und auf Anregung der Finanzkommission führte die Gemeinde 2011 einen mehrstufigen Wettbewerb durch. Daraus ging das jetzt vorliegende Projekt der Architekten Hertig Nötzli aus Aarau hervor. Im Laufe der Planung zeigte sich, dass die alte Kostenschätzung viel zu tief war. Die vorgeschlagene Sanierung des Schulhauses Hasel und das neue Schulhaus Buechbühl dürften rund 29,3 Millionen Franken kosten.

Vorerst geht es um den Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken. Dieser ist Teil der geschätzten Gesamtbaukosten. Das Projekt ist vor der Bewilligung des Baukredites schon baugesuchsreif, schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage an die Gemeindeversammlung. Im Betrag enthalten ist auch das Honorar für einen Bauherrenberater, der die Baukommission begleiten soll.

Im Juni 2013 soll der Gemeindeversammlung der Baukredit unterbreitet werden. Gleichzeitig soll sie über den Ausbau der Turnhalle zu einer Mehrzweckhalle befinden. Die Kosten werden in einem separaten Geschäft unterbreitet. Dasselbe gilt für einen möglichen Wärmeverbund der Schulhäuser mit dem angrenzenden Gebiet Schleipfe.

Wenn die Gemeindeversammlung dem Kredit zu stimmt, wird bis April 2013 das Projekt ausgearbeitet werden. Im Juni 2013 soll die Gemeindeversammlung über den Baukredit entscheiden. Wenn sie ihn gut heisst, sollen die Bauarbeiten für das Schulhaus Buechbühl im Juli 2013 beginnen und 1 Jahr dauern. Dann kann die Schule ins neue Schulhaus zügeln, sodass die ebenfalls 1 Jahr dauernden Sanierungsarbeiten im Schulhaus Hasel aufgenommen werden können. Somit sollten die Jugendlichen ab Sommer 2015 in der erneuerten Schulanlage unterrichtet werden.

Gemeindeversammlung 11. September, 19.30 Uhr, Turnhalle Boostock.