Die bestehende Dauerausstellung sei nach 14 Jahren erneuerungsbedürftig, schickt der Stadtrat in seiner Vorlage an den Einwohnerrat voraus. In dieser Zeit habe sich die Ausstellungspraxis entwickelt und man komme nicht mehr darum herum, Geschichte auf neue Art, so auch mit Multimediastationen zu vermitteln.

Im Fokus der neuen Dauerausstellung soll entsprechend die Vermittlung der Ausstellungsinhalte an Kinder und Jugendliche der Sekundarstufen 1 und 2 stehen – Oberstufe und Mittelschule. Ausserdem wird die Ausstellung für englischsprachige Besuchende zugänglich gemacht.

Bäder- und Industriegeschichte

Thematisch will man mit der neuen Dauerausstellung die Bäder- und Industriegeschichte «zeitgemäss und anschaulich» präsentieren. Die Bädergeschichte widmet sich der Römerzeit und der Entwicklung der Bäderkultur. Die Industriegeschichte soll auch die Desindustrialisierung beinhalten.

Zusammen mit einem Gestalterbüro hat das Museumsteam für die neue Dauerausstellung eine Arbeitsstudie erstellt. Darin wird auch ein neues Raumkonzept präsentiert. Landvogteischloss und «Melonenschnitz» sollen verstärkt als Museumseinheit wahrgenommen werden. Die Studie hält zudem fest, dass ein Museumsbesuch nicht erst im Museum beginnt. So werden im Aussenbereich sowie im Foyer Massnahmen geprüft.

Auch die Abteilungen Liegenschaften und Standortmarketing sowie die kantonale Denkmalpflege wurden dabei miteinbezogen. Die Ideen werden im Rahmen der Projektierung planerisch umgesetzt. Zudem ist heute das Museum weder dies- noch jenseits der Limmat beschriftet. Die Orientierungslücke will man mit einem gut ersichtlichen Schriftzug schliessen.

292 000 Franken sind für die Projektierung vorgesehen. Die Kosten für Ausstellung und begleitende Massnahmen werden auf 1 Mio. Franken geschätzt.

Einwohnerratssitzung: 15. Oktober, um 19 Uhr, Aula Pfaffechappe.