Baden
Das höchste Lob stammt von einem Wettinger: Markus Dieth gratuliert Baden zum Wakkerpreis

Anfang des Jahres durfte die Stadt Baden den Wakkerpreis einheimsen. Der Regierungsrat und Landammann Markus Dieth würdigt die Preisträgerin nun für ihre umsichtige Stadtentwicklung. Aufgrund von Corona wird allerdings nur eine kleine Feier in Baden stattfinden.

Daniel Weissenbrunner, Pirmin Kramer
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Markus Schneider (l.), hier nach der Wahl zum Stadtammann, darf erneut Markus Dieths Gratulationen entgegennehmen.

Markus Schneider (l.), hier nach der Wahl zum Stadtammann, darf erneut Markus Dieths Gratulationen entgegennehmen.

asp (26. November 2017

Anfang Jahr hat der Schweizer Heimatschutz den begehrten Wakkerpreis an die Stadt Baden vergeben. Die Stadt habe es in den letzten Jahren verstanden, «mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume Lebensqualität zurückzugewinnen». Man habe trotz hoher Verkehrsbelastung konstant in die Aufwertung von Plätzen investiert, hiess es in der Würdigung.

Die offizielle Preisübergabe des Schweizer Heimatschutzes, die ursprünglich für den 27. Juni vorgesehen war, wird nun am 19. September 2020 stattfinden. Wegen Corona könne diese nur im kleinen Rahmen durchgeführt werden, mit geladenen Gästen des Schweizer Heimatschutzes, Aargauer Regierungsvertretern und Gästen der Stadt, heisst es in einer Mitteilung des Badener Stadtrats.

Anerkennung erhält die Limmatstadt derweil vom höchsten Aargauer. In der soeben erschienenen Broschüre des Schweizer Heimschutzes zum Wakkerpreis anerkennt Landammann Markus Dieth (CVP) die unermüdlichen Bemühungen Badens. Der in der Nachbargemeinde Wettingen wohnhafte Regierungsrat hält in seinem Grusswort fest, dass die Ehrung kein Zufall sei: «In den vergangenen zwanzig Jahren hat Badens Bevölkerung dank einer hochwertigen Stadtentwicklung Stück für Stück den öffentlichen Raum zurückerhalten.» Baden ziehe viele Menschen an. Davon profitiere auch das Gewerbe.

Der Theaterplatz: Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Platz und geniessen die Aussicht über die Limmat.
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Der neue Freiraum am Theaterplatz am Rand der Innenstadt wurde durch den Bau eines Parkhauses im Untergrund ermöglicht, auf dessen Dach sich der Platz heute erstreckt.
Der alte Stadtfriedhof stand bei seiner Erstellung 1821 abseits des Stadtkerns. Heute liegt er inmitten der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete.
Spielplatz auf dem alten Stadtfriedhof an der Bruggerstrasse.
2013 erhielt die geschützte Gartenanlage eine neue Bestimmung als ruhiger Erholungsort und Quartierspielplatz.
Auch der neu gestaltete Schlossbergplatz wird als gutes Beispiel städtischer Planung erwähnt.
Der Neubau Schlossberg, ein Gewerbe- und Wohnhaus, am Schlossbergplatz.
Der Stadtturm von der anderen Seite, der Weiten Gasse.
Blick auf die Altstadt von der Ruine Stein aus.
Fussgänger und Velofahrer teilen sich die Cordulapassage unter der Schulhausplatz-Kreuzung, einer der meistbefahrenen Kreuzungen der Schweiz.
Nur für den öffentlichen Verkehr: Unterhalb der Cordulapassage verläuft ein Bustunnel.
Blick auf die Schulhausplatz-Kreuzung mit dem Wohn- und Geschäftshaus Falken (rechts).
Die neu gestaltete Schulhausplatz-Kreuzung wurde im August 2018 nach aufwendiger Sanierung eröffnet.
Die Parkanlage des Kurparks ist im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.
Bäume spiegeln sich im Kurpark-Weiher.
Der Promenadenlift, ein öffentlicher Personenaufzug, der vom Bahnhofplatz hinunter zur Limmatpromenade führt, überwindet 27 Höhenmeter.
Der Lift (im Hintergrund) führt zum Limmatsteg.
Der Bahnhofplatz mit dem «Schwyzerhüsli».
Die Weite Gasse in der Altstadt.
Der Trafoplatz mit dem Kino Trafo im Hintergrund.
Die Parkanlage der Villa Boveri ist die bedeutendste private Gartenanlage der Stadt.
Die gedeckte Holzbrücke über der Limmat.
Der Kirchplatz mit der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in der Altstadt.
Neuer Geh- und Radweg in Richtung Bezirksgebäude und Schulhausplatz.
Der Vorplatz des Bezirksgebäudes mit dem Obeliskbrunnen von 1866.
Blick auf die Altstadt und Baden Nord.

Der Theaterplatz: Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Platz und geniessen die Aussicht über die Limmat.

Keystone

Bereits die fünfte prämierte Gemeinde im Aargau

Der Preis wird seit 1972 verliehen und ist mit 20 000 Franken dotiert. Baden ist nach Laufenburg (1985), Turgi (2002), Aarau (2014) und Rheinfelden (2016) die fünfte Gemeinde im Aargau, der die Ehre zuteilwird. Markus Dieth hält fest, dass die Ehre nebst der Wertschätzung für Geleistetes auch Verpflichtung für die Zukunft sei. Dazu gehöre ein sorgfältiger Umgang mit den Freiräumen und dem baukulturellen Erbe, das von Badens bewegter Geschichte als Bäderstadt, Tagsatzungsort und Industriestandort zeuge.

Badens Stadtentwicklung ihrerseits bleibe weiterhin herausfordernd – derzeit im Bau sind prägende Projekte wie das Sekundarstufenzentrum Burghalde, der Boveri-Platz und das Bäderquartier mit dem neuen Thermalbad.

Gleichzeitig aber mahnt er: Für die künftige Entwicklung der Stadt sei auch deren Erschliessung und eine Qualitätssteigerung für alle Verkehrsteilnehmenden auf den wichtigen Achsen entscheidend. «Hier sind Stadt und Kanton gleichermassen gefordert», sagt der Landammann.