Der neue Spitaldirektor Adrian Schmitter, der seit November 2014 im Boot und seit Anfang dieses Jahres an dessen Steuer sitzt, kann eine erfreuliche erste Jahresbilanz vorweisen. Stationär wurden 19 154 (2014: 18 594) Patienten im 2015 behandelt, was einer Zunahme von drei Prozent entspricht.

Erstmals verzeichnete das KSB trotz konstant sinkender durchschnittlicher Aufenthaltsdauer von 5,65 (5,71) Tagen auch wieder einen Anstieg bei den Pflegetagen von 105 942 auf 108 245. Um vier Prozent stieg die Zahl der ambulant behandelten Patienten auf 88 855.

Die interdisziplinäre Notfallstation, deren Erweiterung erst kürzlich in Betrieb genommen werden konnte, verzeichnete bei 48 527 Patienten (ohne Kinder und Geburtshilfe) gar ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2014 und ist damit eines der grössten Notfallzentren in der Schweiz. Das KSB baute seinen Stellenplan von 1443 auf 1505 Stellen aus und beschäftigt nun 2157 (2126) Personen sowie 222 (176) Auszubildende.

Zu viel Administration

Das KSB könne sich in Sachen Effizienz und Effektivität zwar vorne in der Spitallandschaft einordnen, sagt Adrian Schmitter. Dennoch strebe er mit seinen über 2000 Mitarbeitenden weitere Fortschritte an. «In der Pflege wenden wir zurzeit fast 50 Prozent für die Patientenadministration auf. Wir wollen dieses Verhältnis gezielt verbessern, damit wir mehr Zeit beim Patienten verbringen können», erklärt Schmitter. Einen wesentlichen Beitrag verspricht er sich unter anderem vom neuen Klinik-Informations-System.

Als bedeutendste Ereignisse des vergangenen Jahres erwähnt Schmitter die Zertifizierung des Tumorzentrums (die dritte in der Schweiz) sowie das zusammen mit Aarau gegründete Orthopädiezentrum. Auch für das laufende Jahr stünden noch einige Meilensteine an: «Im Juni werden wir den Kubus in Betrieb nehmen können, im Herbst eröffnen wir unsere Privatstation im zehnten Geschoss», verrät Schmitter. Mit dem Kubus erhält das KSB sein ambulantes Spital mit Radiologie, Onkologie und Dialyse sowie Operationssälen für ambulante Eingriffe.

Bis Ende Jahr werde zudem das Vorprojekt für den Spital-Neubau vorliegen, sodass man mit den definitiven Vorstellungen hinter das Bauprojekt gehen könne, führt der KSB-CEO weiter aus. Bis 2021 soll auf dem KSB-Gelände ein moderner und zukunftsweisender Neubau erstellt sein.

Finanzpolster für Spital-Neubau

Das gute Jahr schlug sich auch bei den Finanzen des KSB nieder. Gesamthaft mit Nebenbetrieben erwirtschaftete das KSB einen Umsatz von knapp 320 Millionen Franken. Das führte zu einem Gewinn von 21 Millionen Franken, die man für den 450 Millionen Franken teuren Neubau auf die Seite legen darf. Die Erträge aus den Spitalleistungen inklusive der Beiträge von Kanton und Gemeinden betrugen im 2015 allein 199 Millionen Franken (minus 1 Mio.) bei den stationären und 94 Millionen Franken (plus 4 Mio.) bei den ambulanten Behandlungen.