Das Projekt «Equilibre» ist überarbeitet worden, wie es die Auflagen des Denkmalschutzes verlangen. Die das Gebäude umfassende Verbindung des Bölsterli- mit dem Sachs-Foyer fällt samt dessen Erweiterung weg. Dieses Element war einerseits aufgrund der denkmalpflegerischen Einwände umstritten, zeichnete andererseits das Siegerprojekt aus.

Immer noch stimmige Lösung

Das Büro der Zürcher Architekten Elisabeth und Martin Boesch hat das Projekt den Wünschen angepasst und daraus eine betrieblich, architektonisch, wirtschaftlich und denkmalpflegerisch stimmige Lösung abgeleitet. Wenn auch dem ursprünglichen Projekt die eine oder andere Träne nachgeweint wird, so wird das vorliegende Projekt laut dem Projektleiter Adrian Humbel als gute Lösung bezeichnet und von der Theaterstiftung, vom Stadtrat und auch von der kantonalen Denkmalpflege unterstützt.

Die Schätzung hat ergeben, dass es unverändert bei Kosten von 28,6 Mio. Franken bleiben wird. Zwar würde der Rohbau kleiner, was die Kosten reduziere, sagt Humbel. Doch die Mehrkosten für die Unterkellerung, die durch die Projektänderung kostspieligere Haustechnik und teurere Sanierung würden die Minderkosten gerade wieder aufheben.

Ausserdem kommt zwischenzeitlich eine Teuerung von 1,1 Mio. Franken hinzu, was einen Betrag von 29,7 Mio. Franken ergibt. Mit der Stiftung als Eigentümerin ist vereinbart worden, dass die Projektleitung bei der Stadt liegt. Der Stadtrat hat zusätzlich eine strategische Reserve von 4,5 Mio. eingestellt, sodass der Baukredit letztlich auf 34,2 Mio. Franken zu stehen kommen wird.

Bölsterli-Foyer wird verlängert

Das überarbeitete Projekt zeichnet sich äusserlich durch das erweiterte Bölsterli-Foyer aus. Dieses wird fast um seine heutige Länge entlang der Parkstrasse verlängert. So entsteht sogar eine Sichtverbindung zum Sachs-Foyer. Der Bezug zum Kurpark wird ebenfalls verstärkt, was dem ursprünglichen Gedanken der Architektin Lisbeth Sachs Rechnung trägt. Die Haupt-Bar des erneuerten Kurtheaters kommt ins vergrösserte Bölsterli-Foyer, im Sachs-Foyer bleibt die Bar bestehen. «Betrieblich mag das eine Erschwernis sein, dafür ermöglicht die neue Situation mit den abgetrennten Foyers separate Anlässe, zum Beispiel eine Einführung in eine Vorstellung», erklärt Humbel.

Die Unterkellerung unter dem Bölsterli-Foyer dient als Stauraum und kann fürs Catering benutzt werden, das von der erleichterten Anlieferung ab Parkstrasse profitiert. Über einen Lift wird die Warenabwicklung ins Bölsterli-Foyer sowie der Zugang für Menschen mit körperlicher Behinderung ermöglicht.

Unverändert bleiben die Pläne für eine Hinterbühne, die aus energetischen und betrieblichen Gründen (Lager- und Pufferfläche während Vorstellungen) nötig ist. Eine Probebühne soll für Proben oder auch für Klein- und Parallel-Anlässe im Kurtheater einen Raum bieten.