Schulhausplatz

Das letzte Wunschkonzert am Schulhausplatz

Der Badener Schulahusplatz.

Der Badener Schulahusplatz.

Das komplexe Projekt beschäftgit 11 Fachstellen und die Sadt Baden.

15 politische Parteien, Quartiervereine sowie Interessengruppen haben an der Vernehmlassung teilgenommen, jedoch keine privaten Personen. Jetzt haben die Planer viel Arbeit. «Jede einzelne Eingabe werden wir prüfen», verspricht Michael Wägli vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Auch die Nullvariante (nur Sanierung) schauen wir nochmals an», hält der Gesamtprojektleiter des Mammutvorhabens fest.

Das Vorhaben am Schulhausplatz befindet sich in der Phase eines fortgeschrittenen Vorprojekts. So oder so sei es nicht einfach, etwas zu ändern. «Weil vieles zusammenhängt, führt eine einzige Massnahme dazu, dass andere Bereiche angepasst werden müssten», erklärt Wägli. Wie komplex das Projekt ist, zeigt sich schon darin, dass sich 11 Fachstellen des Kantons und der Stadt Baden mit dem Schulhausplatz beschäftigen.

Kein Mehrverkehr erwünscht

Bei den 200 Eingaben gibt es Punkte, die schwergewichtig nochmals geprüft werden. Mehrfach wird gewünscht, den Fussgängern zusätzliche oberirdische Querungsmöglichkeiten einzuräumen. Im Schlossbergtunnel soll die Situation für Fussgänger und Velofahrer verbessert werden. Der Quartierverein Kreuzliberg kritisiert die steile Rampe von der Fussgängerebene hinauf zur Zürcherstrasse. Für Velofahrer und Gehbehinderte sei die Verbindung vom Zentrum ins Quartier unattraktiv. Laut Martin Koch, Leiter Tiefbau der Stadt, stellvertretender Gesamtprojektleiter, ist aufgrund der Verhältnisse keine bessere Variante möglich. Auch die 18-prozentige Steigung könne nicht entschärft werden.

Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Busführung stadtauswärts durch die Tunnelgarage und via Rampe Richtung Mellingen sowie durch den Bustunnel nach Wettingen wird nochmals geprüft. Ebenso will man die Anlegekanten bei der Bushaltestelle «Cachet» (vor Einfahrt Tunnelgarage geht) nochmals ansehen.

Gebaut wird von 2012 bis 2016

Die Doppelspur beim Abbieger von der Mellinger- in die Bruggerstrasse erweckt den Anschein, dass das Projekt Mehrverkehr auslösen soll. Darum sollen die Verkehrszahlen permanent beobachtet werden. Wägli kann beruhigen: «Mehrverkehr liegt nicht im Interesse der Stadt.» Der Verkehr soll im Zentrum so verflüssigt werden, damit der Bus pünktlich verkehren kann.

Der Schulhausplatz wird nun als separates Projekt weiterbearbeitet. Im Juni 2011 wird der Stadtrat dem Einwohnerrat eine Kreditvorlage unterbreiten; im November wird das Stimmvolk, im April 2012 der Grosse Rat darüber entscheiden. Die Bauarbeiten werden am Schulhausplatz erst Anfang 2014 gestartet. Daneben treibt man die Projekte Schadenmühle (mit Kreisel), Neugestaltung innere und äussere Mellingerstrasse, Sanierung Schlossbergtunnel und Bruggerstrasse sowie Brückenkopf Ost voran. Im Jahr 2o12 werden die ersten Bauarbeiten beginnen.

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