Das Quartierfest bot eine willkommene Gelegenheit, um zwei neue Begegnungszonen einzuweihen: Der Quartierverein Hasel-Martinsberg präsentierte seinen renovierten Quartierplatz und den daran anschliessenden Spielplatz. In einem Postenlauf informierten drei fachkundige Personen über die Neugestaltung, Ökologie und Geschichte der bald fertig restaurierten Friedhofanlage inklusive Begegnungszonen. Stefan Ulrich, Präsident des Quartiervereins, erzählte, wie zahlreiche Ideen zur Gestaltung des Quartierplatzes zu einem eindeutigen Ergebnis führten. «Jeder soll den Platz so nutzen, wie er möchte. Wichtig ist, dass man ihn nutzt», sagte Ulrich. Weiter bedankte er sich beim anwesenden Stadtrat Roger Huber: «Ich hatte das Gefühl, dass die Stadt die Anliegen unseres Quartiers ernst genommen hat.»

Ein paar Treppenstufen unterhalb des Quartierplatzes folgt der Spielplatz, dessen Fläche doppelt so gross ist wie bis anhin. Karussell, Kleinkinderrutsche und Klettergerüst verteilen sich auf beide Seiten der Allee, die den Friedhofpark durchquert. Stadtrat Roger Huber übergab den Kindern des Quartiers zur Eröffnung ihres neuen Tummelfelds Boccia-Kugeln und Tischtennisschläger.

Die historische Friedhofanlage ist noch nicht ganz fertiggestellt, da einige Pflanzen erst im Herbst angesät werden können: «Wir haben Altes bewahrt und Neues zugelassen», sagte Stadtrat Huber. «Die Friedhofanlage erhält etwas mehr Luft.» Die alte Hecke entlang der Friedhofsmauer musste zur Sanierung der Mauerbestandteile entfernt werden. Die neue Thuja-Hecke wird die Mauer innerhalb eines Jahrzehnts wieder bewachsen. Anstelle der in den achziger Jahren von einem Pilz vernichteten Ulmen leisten 15 noch zu pflanzende Linden ihren Beitrag zur Artenvielfalt in der Stadt: Um die 100 Insektenarten profitieren von der einheimischen Linde. Die markanten Eibenkegel werden die Linden wohl überleben: Eiben werden bis zu 3000 Jahre alt.

Unweit der Bruggerstrasse markiert ein Sandsteinportal seit rund 160 Jahren den Eingang: Der alte Stadtfriedhof wurde 1821 eingeweiht. Obwohl seit 1995 niemand mehr auf dem denkmalgeschützten Friedhof bestattet worden ist, laufen die Konzessionen einiger Familiengräber bis ins Jahr 2034 weiter. Nachdem Friedhof und Parkanlage fast im originalen Zustand erhalten geblieben sind, hat die Stadt Baden eine Sanierung angeordnet, die im Herbst abgeschlossen wird. Die teils sturzgefährdeten Grabmale und Skulpturen werden neu gesetzt und bleiben meist bestehen.