Wo bis vor kurzem Mexiko-Feeling herrschte, ist nun sri-lankisches Flair eingezogen: «Madre» heisst das neue Restaurant, das Anfang April im ehemaligen «Tex-Mex»-Lokal an der Schartenstrasse 63 in Wettingen eröffnet hat.

Der neue Pächter heisst Shan Balasingam. Er ist seit über 30 Jahren im Gastrobereich tätig, davon war er 15 Jahre lang Chef de Service im Restaurant Santa Lucia in Wettingen. Mit dem «Madre» will er zum ersten Mal selbstständig werden: «Ich will meine Ideen umsetzen. Bis jetzt habe ich immer für andere gearbeitet. Nun kann ich selbst bestimmen, wie ich es gerne möchte.» Und das soll nach seiner Heimat Sri Lanka sein.

Nebst verschiedenen Currygerichten stehen momentan noch italienische Speisen wie Pizza und Pasta auf der Menükarte. Das Angebot soll sich jedoch nach und nach ändern und mit immer mehr sri-lankischen Spezialitäten erweitert werden. Auch das Interieur soll künftig an die Insel im Indischen Ozean erinnern. Über die vorgenommenen Änderungen an den Räumlichkeiten sagt Balasingam: «Nun ist es viel heller, freundlicher und gemütlicher als zuvor.» Mit Elefantenskulpturen und Bildern von Gewürzen sollen der Saal mit Bar, der Wintergarten und die Terrasse dekoriert werden.

Das Restaurant soll ein Ort sein, an dem sich die Kundschaft wie zu Hause fühlt. Deswegen wählte Balasingam den Namen «Madre». «Das Wort Mutter bedeutet für mich Heimat, man fühlt sich wohl und geborgen. Auf Spanisch klingt das einfach sehr schön», sagt der 52-Jährige.

Ruhiger Einstieg mit Freunden

Seit der Neueröffnung suchen hauptsächlich ihm bereits bekannte Gäste das Lokal auf. «Diejenigen, die mich nicht kennen, wissen nicht, dass ein neues Restaurant eröffnet hat», sagt Balasingam. Im September vergangenen Jahres stellte das «Tex-Mex»-Restaurant den Betrieb an der Schartenstrasse ein und zog ins Hotel und Restaurant Zwyssighof.

Mit Raj Patoli, Geschäftsinhaber des mexikanischen Restaurants, ist Shan Balasingam schon lange befreundet. Als Patoli den Umzug bekannt gab, war schnell klar, dass Balasingam das Lokal übernehmen werde. Während des Pächterwechsels blieb das Lokal geschlossen.

Mit Facebook-Einträgen und Flyer macht der ehemalige «Santa Lucia»-Mitarbeiter auf die Neueröffnung aufmerksam. Bis zum grösseren Andrang können der neue Wirt und sein Koch das «Madre» noch alleine ohne Aushilfen oder zusätzliche Angestellte führen.

Das Restaurant ist zwar darauf eingestellt, Gäste mehrheitlich abends zu bedienen. Mit zwei preiswerteren Tagesmenüs über Mittag sowie Studentenangeboten bestehend aus einem Curry nach Wahl gepaart mit einem hausgemachten Fladenbrot, die den ganzen Tag über günstiger angeboten werden, bietet das «Madre» dennoch für jeden etwas. Parkplätze stehen den Gästen ausreichend zur Verfügung.

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