Baden

Das Museum Langmatt erhält ein schönes Geburtstagsgeschenk aus Übersee

Abkehr vom klassischen Schönheitsideal: Margot Bergmans «Monica» von 2018.

Abkehr vom klassischen Schönheitsideal: Margot Bergmans «Monica» von 2018.

Im Jubiläumsjahr erhält das Badener Museum eine Schenkung aus Amerika – ab März ist sie zu sehen.

Das Museum Langmatt hat ein ganz besonderes Jahr vor sich. Die grossbürgerliche Villa der Industriellenfamilie Brown an der Badener Römerstrasse wurde vor 30 Jahren, im Frühjahr 1990, zum öffentlichen Haus. Eine zusätzliche Freude in diesem Jubiläumsjahr erreicht das Museum nun aus Amerika: Die 85-jährige Malerin Margot Bergman schenkt der Langmatt ihr Werk «Monica».

Das Bild war im letzten Frühling schon in der Langmatt in der Ausstellung zu Bergmans Schaffen zu sehen. Es ist rund ein Quadratmeter gross und hat einen bedeutenden Wert, wie Langmatt-Direktor Markus Stegmann sagt. «Es ist eine grosse Freude für uns und ein schönes Zeichen der Wertschätzung.» Stegmann und sein Team sind in diesen Tagen mit den Vorbereitungen zur Jubiläumsausstellung beschäftigt, die ab dem 1. März unter dem Titel «Herzkammer» in der Gemäldegalerie des Museums Langmatt zu sehen sein wird.

Zwischen Monet, Sisley und Oppenheimer

Das Bild von Margot Bergman wird in der Jubiläumsausstellung einen prominenten Platz bekommen. Noch ist es nicht in Baden angekommen, aber mit Bergmans Galerie in Chicago sind alle Details geregelt, wie Markus Stegmann sagt.

Er und sein Team haben die Gemäldegalerie der Langmatt diese Woche in sogenannter Petersburger Hängung bestückt. Dabei werden die Bilder auf der ganzen Wandfläche aufgehängt, statt aufgereiht in einer Linie, wie es heutzutage üblich ist. Bergmans «Monica» wird zwischen Monets «Eisschollen im Dämmerlicht» und Alfred Sisleys «Kirche von Moret» hängen – zwei bedeutenden Meisterwerken aus der Gemäldesammlung der Familie Brown.

Ausstellung  «Magisches Venedig» im ersten Stock

In nächster Nähe wird auch ein Blumen-Stillleben von Max ­Oppenheimer gezeigt, einem Freund der Familie. Ein Bild, das in den Farben ähnlich ist wie Bergmans Werk und «Monica» ein wenig Trost spenden soll. «Es wird eine opulente, fast barocke Ausstellung», erklärt Stegmann. Rund 60 Bilder werden zu sehen sein.

Zugleich mit der Jubiläumsschau zeigt das Museum im ersten Stock die Ausstellung «Magisches Venedig» mit venezianischen Veduten aus dem 18. Jahrhundert sowie Fotografien und Texte von Sandra Senn.

Margot Bergmans Schenkung reiht sich ein in einen Reigen von fünf Schenkungen, die das Museum Langmatt in den vergangenen Jahren von Kunstschaffenden erhalten hat. Dazu zählt etwa auch das Gemälde «Barbra 1» der Basler Künstlerin Renée Levi, das seit dem letzten Herbst im Park der Langmatt steht und sich mit dem Lauf der Natur verändert.

Meistgesehen

Artboard 1