Baden

Das Naturschutzgebiet Torfmoos in Niederrohrdorf soll wieder gedeihen

Das Naturschutzgebiet Torfmoos in Niederrohrdorf wird mit einemProjekt des Kantons aufgewertet.zvg

Das Naturschutzgebiet Torfmoos in Niederrohrdorf wird mit einemProjekt des Kantons aufgewertet.zvg

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) plant, mit einem Projekt das Moorgebiet aufzuwerten. Eine der Massnahmen: Der Wasserstand der Weiher soll stabilisiert werden. Vom Projekt profitieren sollen die Tiere und Pflanzen, die im Moor leben.

Das Naturschutzgebiet Torfmoos in Niederrohrdorf ist bekannt für dessen reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Doch das Grabensystem, das die Moore entwässert, und die sich stetig ausbreitenden Wiesen lassen die drei Weiher im Moorgebiet schrumpfen, berichtet der «Reussbote».

Wo früher grossflächig Hochmoore waren, nimmt der Wald zunehmend Grösse an. Bereits 2006 wurde ein regulierbares Wehr gebaut, um den Wasserstand des Weihers zu stabilisieren und das Überfluten des Ufers zu verhindern.

Weiher trennen und anstauen

Das Grabensystem ist sanierbedürftig, deshalb will das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) dieses aufwerten und so den Lebensraum der dort lebenden Tiere und Pflanzen verbessern.

«Mit einer 30 Meter langen Spundwand aus Kunststoff werden die unterhalb vom Eishockeyweiher liegenden Weiher hydraulisch getrennt und auf idealer Höhe angestaut», erklärt Thomas Egloff von der Landschaftskommission Niederrohrdorf. Der Weiher soll sich durch diese Massnahme wieder vergrössern – von 570 auf 2760 Quadratmeter.

Doch Egloff sieht ein weiteres Problem im Torfmoos: «Der sich ausbreitende Wald nimmt vielen Pflanzen Licht und Platz zum Wachsen weg.» Vor allem die fleischfressende und seltene Pflanze Sonnentau sei in den letzten Jahren aus dem Moorgebiet verschwunden. Ziel sei es, diese wieder im Moor anzusiedeln.

Mehr Raum für Tiere und Pflanzen

«Vom Projekt profitieren sollen die Tiere und Pflanzen, die im Moor ihren Lebensraum finden», sagt Egloff. Das seien vor allem Amphibien und Libellen. Das Projekt liegt bis zum 6. Mai bei der Bauverwaltung Niederrohrdorf auf.

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