Regionalpolizei
Das neue Korps kümmert sich bald 24 Stunden um 51000 Einwohner

Nach genau zwei Jahren ist es geschafft: Die Polizei-Korps Wettingen und Limmattal sind zur Regionalpolizei Wettingen-Limmattal zusammengelegt. Der Zusammenschluss ermöglicht bald den 24-Stunden-Betrieb.

Pirmin Kramer
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Der Start-Event der neuen Regionalpolizei Wettingen-Limmattal im Januar: Vorne die Vertreter der Vertragsgemeinden, hinten Korps und Mitarbeiter der Regionalpolizei.

Der Start-Event der neuen Regionalpolizei Wettingen-Limmattal im Januar: Vorne die Vertreter der Vertragsgemeinden, hinten Korps und Mitarbeiter der Regionalpolizei.

Emanuel Freudiger

«In nur zwei Jahren haben wir es geschafft, die beiden Polizei-Korps zusammenzulegen, das ist sehr erfreulich», sagte Markus Dieth. Der Wettinger Gemeindeammann nahm im Rathaus die 33 Mitarbeitenden der neuen Regionalpolizei Wettingen-Limmattal in Plicht. Diese ist durch den Zusammenschluss der Polizei Wettingen und der Regionalpolizei Spreitenbach entstanden. Sie hat ihren Betrieb am 1. Januar aufgenommen, gestern fand die Start-Sitzung statt.

«Wir sind jetzt verantwortlich für rund 50000 Einwohnerinnen und Einwohner», sagte Jürg Feitknecht, Leiter der Regionalpolizei. Sein Korps wird in sechs Gemeinden für Ruhe und Ordnung sorgen – in Bergdietikon, Killwangen, Neuenhof, Spreitenbach, Wettingen und Würenlos. «Unser Ziel muss sein, dass die Bürgerinnen und Bürger die Regionalpolizei sehen und spüren. Das soll mit einer täglichen Präsenz in allen Vertragsgemeinden und Quartieren mit regelmässigen Patrouillen geschehen – sei es in Fahrzeugen, zu Fuss oder mit Velos. So können wir Tag für Tag Vertrauen gewinnen.»

«Intensive Betreuung nötig»

An der Start-Sitzung der neuen Regionalpolizei nahm auch Urs Winzenried teil, Kommandant ad interim der Kantonspolizei Aargau. «In der Region Wettingen-Limmattal gibt es Gemeinden, die sehr intensiv betreut werden müssen. Wir haben auch von der Seite der Kantonspolizei die Erfahrung gemacht, dass hier einiges läuft.» Kantonspolizei und Regionalpolizei müssten eine starke Gemeinschaft bilden, forderte Urs Winzenried. Er sei überzeugt, dass dies geschehen werde.

Ein grosser Vorteil des dualen Systems sei die Tatsache, dass dank der Regionalpolizei die Bürgernähe gewährleistet werden könne, sagte Winzenried weiter. Insofern sei der Schritt der Vereinigung auch aus Sicht der Kantonspolizei erfreulich.

Auf einen der grössten Vorteile, die der Zusammenschluss der Polizei Wettingen und der Regionalpolizei Spreitenbach mit sich bringt, kam Roland Jenni zu sprechen, der die Führung der Repol im September übernehmen wird. «Ab 2014 ist der 24-Stunden-Betrieb vorgesehen.»

Das 33-köpfige Korps macht die Arbeit rund um die Uhr möglich – so soll das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung nochmals erhöht werden. Der Pikettdienst wird ab nächstem Jahr also der Vergangenheit angehören. «Hierfür müssen wir aber ein neues Organigramm erarbeiten und neu planen, das ist ein grosser Brocken, der auf uns zu kommt.» Speziell an der Arbeit in den sechs Vertragsgemeinden sei die Tatsache, dass die rund 50000 Einwohner – auf für Aargauer Verhältnisse – engem Raum lebten, so Roland Jenni. Diese Ausgangslage sei eine Herausforderung für das Korps.

Stützpunkt im Zentrum Wettingens

Zuversichtlich stimmt den baldigen Repol-Chef Jenni, dass sich der neue Stützpunkt künftig an der Landstrasse 89 befinden wird. «Die Lage des Gebäudes ist perfekt, wir sind nahe am Puls, mitten im Zentrum Wettingens. Das ist der taktisch beste Standort für eine Regionalpolizei.» Der Polizeiposten Spreitenbach wird bestehen bleiben.

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