Niederrohrdorf
Das neue Schulhaus für die Oberstufe wird Charme und Tücken haben

Beim neuen Oberstufenzentrum, das noch komplett in Gerüste gehüllt ist, laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Laut Bauleiter Claudio Monteverde liegen die Arbeiten zwar im Zeitplan, er erwartet aber einen hektischen Schlussspurt.

Erna Jonsdottir
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Gemeinderätin Martina Egger und Bauleiter Claudio Monteverde beim Rundgang.
10 Bilder
Oberstufenzentrum öffnet im August seine Türen
Eines der 17 Schulzimmer
Malerarbeit
Die Mediothek
Das Treppenhaus
Die Lüftung wird durch ein Gitter mit Musterung abgedeckt
Arbeiter verlegen Parkett in den Schulzimmern
Alte Mauern: Die Aula des alten Schulhauses Hüslerberg ist im Umbau.
Das neue Oberstufenzentrum Rohrdorferberg vor dem Schlussspurt

Gemeinderätin Martina Egger und Bauleiter Claudio Monteverde beim Rundgang.

Sandra Ardizzone

Vor 17 Monaten ist der erste Bagger auf das Schulhausareal Hüslerberg gefahren. Seither sind die Arbeiter unter der Leitung von Claudio Monteverde damit beschäftigt, den straffen Zeitplan für den Bau des Oberstufenzentrums Rohrdorferberg einzuhalten. Bis zum Schulstart 2015/2016 gibt es aber noch viel zu tun: Eigentlich hätten die Gerüste im Aussenbereich im Januar abgebaut werden sollen.

«Da es aufgrund der Fenster zu Verzögerungen kam, hinken wir mit der Wärmedämmung hinter her», erklärt Monteverde. Das sei aber kein Grund zur Sorge: «Wir liegen immer noch im Zeitplan. Da wir die Gerüste erst im Mai entfernen können, wird es einzig betreffend die Umgebungsarbeiten etwas kritisch.»

Während die einen an der Kälte arbeiten, schwitzen die anderen im Innenbereich. Auf fünf Geschossen und auf zwei Flügel verteilt, arbeiten Elektriker, Maler und Bodenleger auf Hochtouren. Unter anderem 17 Schulzimmer, Gruppenräume, Lehrer- und Musikzimmer, Lernateliers und eine Bibliothek müssen bis zur Schlüsselübergabe im Juni fertiggestellt werden. Bei der Mediothek und der Aula sind die alten Mauern des Schulhauses Hüslerberg noch sichtbar. Anstelle dieses abzureissen, setzte die Planungskommission alles daran, einen Teil davon zu erhalten.

Spätestens im Treppenhaus erstaunt die Dimension des Schulhauses. Sogar Martina Egger, Gemeinderätin und Präsidentin der Planungskommission Oberstufenzentrum, zeigt sich überrascht: «Trotz allen Visualisierungen konnte man sich nicht vorstellen, wie gross das Gebäude tatsächlich wird.»

Die Schulzimmer auf der Südseite des Gebäudes sind hell und jeweils durch einen Gruppenraum verbunden. Ein Fensterplatz könnte für den einen oder anderen Schüler gefährlich werden: Denn spätestens im dritten Stockwerk bietet sich eine atemberaubende Weitsicht über das Reusstal, die vom Unterricht ablenken könnte.

Nebst der Grösse des Gebäudes und den hellen Räumen fällt die Liebe zum Detail auf: Kürzlich wurde im fünften Stock die Lüftung durch ein Gitter mit Blumenmusterung abgedeckt, das an die Belle Epoque erinnert. «Wir wollen eine möglichst warme Atmosphäre schaffen», sagt Egger. Das Schulhaus müsse Charme haben. Deshalb werde es keine Kunststoffböden oder Teppiche geben. Monteverde: «In den Schulzimmern wird Parkett verlegt, im Treppenhaus und in den Gängen Kunststein, der teils wie ein Mosaik angeordnet ist.»

Übrigens: Das neue Oberstufenzentrum ist umweltfreundlich. Auf den Südseiten des Zentraldachs sowie de Westdachs wird mit Solarpanels Sonnenenergie produziert. Das Detailprojekt hat die IG Solar erarbeitet, die sich aus Einwohnern aus allen vier Gemeinden zusammensetzt.

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