Baden

Das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde nimmt Form an

Nachdem der Aushub beendet wurde, laufen nun die Hochbauarbeiten auf Hochtouren. Dabei laufen auch Spezialarbeiten, bei denen höchste Präzision gefragt ist.

Rund 10 000 Lastwagenfahrten waren nötig, um die Baugrube für das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde in Baden auszuheben. Nachdem die Projektbeteiligten Ende März den tiefsten Punkt der Grube – 16 Meter misst die Differenz vom Eingang des kommunal geschützten Schulhauses Burghalde 1 bis zur Sohle – feierten, ist heute davon kaum mehr etwas zu sehen: Die Bodenplatten und die Wände für das westlich gelegene neue Schulhaus Burghalde 2 sind gesetzt, ebenso die Decke für das Untergeschoss. Das Fundament der neuen Turnhalle im Sockelbau vor der «Burghalde 1» ist gelegt wie auch das Untergeschoss des östlich gelegenen neuen Schulhauses Burghalde 3.

«Nachdem der Aushub fertiggestellt werden konnte, laufen jetzt die Hochbauarbeiten auf Hochtouren», sagt Laurindo Lietha, örtlicher Bauleiter. Derzeit befinde man sich in der ersten Phase des Rohbaus, bei der Betonarbeiten im Vordergrund stehen. «Es werden grosse Mengen an Beton verarbeitet. Die Wände für die neue Turnhalle beispielsweise messen alleine sechs Meter», so Lietha. «Das ist fast die maximale Höhe, die am Stück betoniert werden kann.»

Jetzt Präzision ist gefragt: Bauleiter Laurindo Lietha über die aktuellen Arbeiten.

Jetzt Präzision ist gefragt: Bauleiter Laurindo Lietha über die aktuellen Arbeiten.

Neben dem Hochbau sind die Bauarbeiter aber auch mit Spezialarbeiten beschäftigt. Dazu gehören die Unterfangungen beim bestehenden Schulgebäude Burghalde 1. Dabei graben die Bauarbeiter zum einen ein Loch von rund fünf Metern Höhe, zehn Metern Breite und quer unter das Schulhaus. «Dieser Trakt dient künftig als Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Gebäude», erklärt Lietha. Diese Spezialarbeiten seien anspruchsvoll und nur in Etappen realisierbar: «Die Statik des Schulhauses muss jederzeit berücksichtigt und die Bauteile wie Wände mit Betonriegeln unterfangen werden.» Zum anderen wird eine zweite kleinere Unterfangung auf der östlichen Seite der «Burghalde 1» realisiert, die für haustechnische Belange benötigt wird.

Neue Zufahrt erleichtert Ablauf

«In wenigen Monaten wird von der Baugrube fast nichts mehr zu sehen sein», sagt Lietha. Er ist zufrieden mit den Baufortschritten. Unter anderem, weil der anspruchsvolle Aushub zeitgerecht beendet werden konnte und weil die neue Baustellenzufahrt beim Parkhaus Linde den Bauablauf fortan erleichtern wird. «Mit dem neuen Wendeplatz kann das Material einfacher angeliefert werden. Zudem sorgt ein Drehkreuz dafür, dass nur befugte Personen auf das Areal gelangen.» Letzteres diene auch der Sicherheit. Denn: «Nicht selten werden auf Grossbaustellen Materialien von hohem Wert entwendet.»

In den kommenden Monaten werden auf dem Areal die Betonarbeiten fortgesetzt, zeitgleich werden Zugänge für die Haustechnik gelegt. «Mit Beginn der Hochbauarbeiten ist es auf der Baustelle ruhiger geworden. Das schafft Erleichterung, waren die Aushubarbeiten für die Anwohner doch sehr belastend», so Laurindo Lietha.

Auf das Schuljahr 2021/2022 werden die Bauarbeiten für das neue Sekundarstufenzentrum beendet sein. Dann werden auf dem «Burghalde»-Areal rund 950 Bezirks-, Sekundar- und Realschüler aus Baden, Ennetbaden, Ehrendingen und Birmenstorf unterrichtet.

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