Spreitenbach
Das Personal kritisiert die Parkierregelung im Shoppi Tivoli

Angestellte des Shoppi Tivoli wehren sich gegen die Regelung, dass das Personal an besonders stark frequentierten Tagen nicht zu den Angestellten-Gebühren parkieren darf.

Martin Rupf
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Angestellte wehren sich

Angestellte wehren sich

Es war ein Eröffnungsakt der Sonderklasse: Mit einem grossen Volksfest, zahlreichen Attraktionen und Eröffnungsrabatten lockte das neu eröffnete Einkaufszentrum vor einer Woche über 100 000 Besucher nach Spreitenbach. Die meisten Besucher zeigten sich vom neu gestalteten Einkaufscenter begeistert.

Ganz anders sieht die Gemütslage bei den Mitarbeitern des Shoppi Tivoli aus. In einem Schreiben richtet sich ein Mitarbeiter an Thomas Kurer, Verwaltungsratspräsident der Shoppi Tivoli Management AG: «Im Namen des ganzen Personals und der Angehörigen bitten wir Sie Herr Kurer, dass wir an Feiertagen zu den Angestellten-Gebühren parkieren dürfen.»

Der Verfasser des Schreibens spricht damit die Regelung an, wonach das Personal an besonders stark frequentierten Tagen nicht zu den Angestellten-Gebühren parkieren darf. Dies im Gegensatz zu normalen Arbeitstagen, an welchen sie nur 22 Rappen statt 50 Rappen pro Stunde zahlen. Das habe zur Folge, dass sich viele Mitarbeiter von Angehörigen zur Arbeit fahren lassen müssten, heisst es im Schreiben weiter.

VR-Präsident Kurer nimmt zur Kritik wie folgt Stellung: «Diese Regelung haben wir im Frühling eingeführt, weil wir sonst an besonders hektischen Tagen aus allen Nähten platzen.» Betroffen seien aber nur ein halbes Dutzend Tage im Jahr, so Kurer. Und: «In Härtefällen können Mitarbeiter selbst an diesen Tagen zu reduzierten Tarifen parkieren.»

Kurer stellt zudem in Aussicht, die Regelung dank des neuen Verkehrskonzepts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Das Schreiben enthält aber noch eine zweite Kritik. «Wir Angestellten müssen auf einem unheimlichen, abgelegenen Parkplatz parkieren, während die Kunden die besten Parkplätze erhalten.» Auch hier hat Kurer eine Erklärung bereit: «Ja, unsere Kunden sollen die besten Parkplätze haben.» Deshalb seien jetzt alle Mitarbeiter-Parkplätze im Limmat-Parkhaus untergebracht.

Doch das bringe auch Vorteile mit sich. «Vorher waren die Mitarbeiter-Plätze über alle drei Parkhäuser verteilt, die alle bis spät abends überwacht werden mussten», sagt Kurer. Mit der Konzentrierung auf das Limmat-Parkhaus brauche es nach Ladenschluss nur noch für dieses Parkhaus Sicherheitsvorkehrungen.