Es knurrt und brummt im dunklen Wald, der Wind heult durch die Nacht, und Klein Mascha ist ganz allein. Mit allerlei Instrumenten vertont präsentiert das Figurentheater Clalüna die Geschichte von Mascha und dem Bären im Schulhaus Höchi. Claire-Lise Häfliger-Zeller lässt ihre selbst gemachten Puppen tanzen, während Fredi Spreng die Musik dazu macht.

Wenn der Bär sich dann im Dunklen im Wald herum treibt, weiten sich die Kinderaugen und man hört immer wieder ein mahnendes «Ooh» in der vordersten Reihe. Gebannt sitzen die jüngsten Zuschauer ganz vorne auf dem Boden und verfolgen die kleine Mascha, die sich im Wald verirrt hat.

Für einmal anders erzählt

Doch das ehemals russische Märchen wird von Häfliger-Zeller und Spreng nicht auf konventionelle Art und Weise vorgeführt. Auf verschiedenen Ebenen bekommen die Zuschauer die Geschichte zu sehen und hören. So spielt sich die Geschichte nicht nur mit den Puppen im Zentrum ab, die beiden Künstler selbst gehören ebenfalls dazu. Sie sind die Grosseltern der kleinen Mascha, die alleine in den Wald aufgebrochen ist, um Beeren zu holen, und erzählen ihre Geschichte.

Spreng lässt es sich da auch nicht nehmen auf dem winzigen Klavier auf der Bühne ein kleines Solo einzubauen. Es wirkt beinahe als würden die beiden Künstler gar nicht nach Programm spielen. «Wir haben bei der Erarbeitung des Stückes viel improvisiert», sagt Häfliger-Zeller dazu. Es sei gar nicht so einfach, das Stück immer wieder so vorzutragen, als ob man alles improvisiere. Wichtig bleibe die Kernidee, dass sich die kleine Mascha gegen den Bären wehrt und ihn überlistet.

Mogeln beim Memory

Auf der Bühne wird neben Puppen auch mit Memory-Karten und Porzellangeschirr gespielt. «Genau so wie das Stück selbst sind die Bühnenelemente spontan zusammengekommen», sagt Häfliger-Zeller. Die Idee sei, dass einige Materialien auch von den Kindern selbst gemacht werden könnten. Wie man beim Memory spielen und dabei mogeln kann, zeigt Spreng auf der Bühne und sorgt als ungeschickter Bühnencharakter für viel Lachen.

Auch wenn der Bär in seiner Höhle schläft und laut vor sich hinschnarcht, sorgt dies bei den kleinen Gästen für Heiterkeit. Mit Rasseln, Pfeifen, Klavier und Handorgel gibt Spreng dem Stück eine musikalische Komponente. Obwohl es auf der Bühne selbst nicht sehr wild zu und her geht, sind die Kinder ruhig und verfolgen beharrlich das Geschehen.

Nächste Aufführung: Bauernhaus an der Limmat in Turgi, Sonntag, 26. Januar, 14 und 16 Uhr.