«Wir müssen den neuen Schulraum rechtzeitig bereitstellen», sagt der Spreitenbacher Gemeinderat Peter Muntwyler. Rechtzeitig heisst hier zum Schuljahr 2015/2016. Deshalb wird das Schulhaus Hasel von heute 12 auf 23 Klassenzimmer ausgebaut.

Dazu kommen eine Turmhalle, eine Aula, zwei Kindergärten sowie verschiedene kleinere Räume. Muntwyler und Bauverwalter Oliver Lovisetto präsentierten das vor der Ausführung stehende Projekt. Es stammt von den Architekten Hertig und Nötzli in Aarau und wurde in einem Wettbewerb ausgewählt.

Entschieden wird im Dezember

Der Gemeinderat habe auf Antrag der Projektkommission entschieden, das Schulhaus in einem Generalunternehmer-Auftrag (GU) erstellen zu lassen. Momentan läuft das Submissionsverfahren.

Deshalb können, so Muntwyler, noch keine Baukosten angegeben werden. Im November will der Gemeinderat detailliert informieren und am 3. Dezember sollen die Stimmberechtigten über den Baukredit entscheiden.

Weil der Zeitplan sehr gedrängt ist, sollen bereits in der kommenden Woche das Baugesuch aufgelegt und die Bauprofile aufgestellt werden.

Unter der Voraussetzung, dass die Stimmberechtigten den Kredit genehmigen, soll im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. «In der 1. Etappe werden wir den Neubau erstellen», sagt Lovisetto.

Spreitenbach Schulhaus Hasel

Spreitenbach Schulhaus Hasel

Während dieser Zeit läuft der Unterricht im Altbau weiter. Ein Jahr später beginnt die 2. Etappe, der Umbau des bestehenden Schulhauses. Die Schüler werden in den Neubau zügeln.

Das Gebäude wird eine vorverwitterte Holzfassade erhalten. «Dazu wird das Weisstannenholz für rund 3 Monate dem Wetter ausgesetzt», sagt Muntwyler. Dabei erhält es eine graue Farbe.

«Die Fassade, aber nicht der ganze Baukörper, wird im Minergiestandard erstellt», ergänzt Lovisetto. Auf eine Zwangsbelüftung wird verzichtet. «Um zu lüften, müssen die Fenster geöffnet werden.»

Heizen mit Ortsbürgerholz

Parallel zum Schulhausprojekt läuft das Projekt für eine Holzschnitzelheizung. Es ist vorgesehen, dass die Ortsbürger als Partner eingebunden werden. Sie betreiben schon einen kleinen Wärmeverbund im Dorf. Ob um die neue Holzschnitzelheizung ebenfalls ein kleiner Wärmeverbund aufgebaut wird, ist noch nicht entschieden.