Rohrdorferberg
Das Schulhausprojekt geht in die Schlussrunde

Die Stimmberechtigten entscheiden über einen Kreditantrag von 19,365 Mio. Franken für das Oberstufenzentrum. Es soll per Schuljahr 2015/16 eröffnet werden. Der Baukredit fällt allerdings höher als ursprünglich budgetiert.

Erna Lang-Jonsdottir
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Das geplante Oberstufenschulhaus auf dem Rohrdorferberg.
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Das Schulhaus Hüslerberg aus den 50er-Jahren wird aufgestockt und erweitert.zvg
Das Neubauprojekt für das Schulhaus.

Das geplante Oberstufenschulhaus auf dem Rohrdorferberg.

Nach einer dreijährigen, intensiven Vorbereitungszeit ist der Baubeginn des neuen Oberstufenzentrums Rohrdorferberg nun zum Greifen nah: Damit die Schulanlage im Schuljahr 2015/16 eröffnet werden kann, sollen die Bauarbeiten im Herbst beginnen – so steht es in der Informationsbroschüre der vier Partnergemeinden Bellikon, Remetschwil, Niederrohdorf und Oberrohdorf. Mit der Broschüre soll sich die Bevölkerung der vier Gemeinden «ausgewogen über das Bauprojekt orientieren» können. Grund: Am 19.Februar dürfen die Stimmberechtigten an vier zur gleichen Zeit stattfindenden ausserordentlichen Gemeindeversammlungen über den Baukredit von 19,365 Millionen abstimmen. Das sind 615000 Franken mehr, als die im Vorprojekt geschätzten Kosten.

Aufstockung soll möglich sein

Die neu entstandenen Mehrkosten werden in der Broschüre wie folgt begründet: «Im Vergleich zu den mit dem Vorprojekt geschätzten Kosten von 18,750 Millionen Franken weist der Baukredit eine Kostensteigerung von 690000 aus. Gleichzeitig werden jedoch Einsparungen an verschiedenen Bauteilen im Umfang von 75000 Franken realisiert, was zu einer Nettozunahme von 615000 Franken führt.» Ursachen für diese Mehrkosten sind unter anderem die Asbestsanierung (71000 Franken), die Ausstattungen wie etwa Möbel (151000 Franken) und die mögliche Aufstockung Ost (65000 Franken) sowie die damit verbundene Anpassung der Bodendecke (90000 Franken).

Die mögliche Aufstockung im Ostflügel hat einen Grund: Das Raumprogramm sieht 17 Klassenzimmer für die rund 340 Schüler vor. Wie in der Broschüre zu lesen ist, könnten mit der Aufstockung bei Bedarf zwei weitere Klassenzimmer eingerichtet werden. Eine weitere Anbaumöglichkeit für weitere Klassenzimmer auf allen Geschossen bestehe im Westbereich.

Die neuen Klassenzimmer werden durch Gruppenräume, Lernateliers und Aufenthaltszonen ergänzt. Eine Mediothek im Eingangsbereich «symbolisiert den offenen Charakter des Oberstufenzentrums». Der Lehrerbereich umfasst ein Lehrer-, ein Arbeits-, ein Sitzungs- sowie ein Materialzimmer. Die Spezialräume für Werken und bildnerisches Gestalten werden laut Broschüre durch vier Musikräume ergänzt.

Energie durch Solarpanels

Das Primarschulhaus Hüslerberg aus den 50er-Jahren wird aufgestockt und erweitert. Konkret: Zwei Baukörper mit einheitlichen Satteldächern werden parallel an den Altbau geschoben. Dieser wird mit einer Aufstockung erweitert. Die einheitliche Dachform auf allen Gebäudeteilen sowie der strukturierte Fassadenputz sollen dazu beitragen, dass das neue Schulhaus als Einheit wahrgenommen wird. Auf dem Platz vor dem Schulhaus gibt es einen Pavillon für die Fahrräder (siehe Bild). Dieser dient mit seinem Vordach und umlaufender Sitzbank gleichzeitig als gedeckter Pausenbereich.

Das neue Oberstufenzentrum wird umweltfreundlich: «Auf den Südseiten des Zentraldachs sowie des Westdachs soll mit Solarpanels Sonnenenergie produziert werden», steht in der Broschüre. Die IG Solar, die sich aus Einwohnern aus allen vier Gemeinden zusammensetzt und im Dezember 2012 in eine Genossenschaft umgewandelt wurde, erarbeitet derzeit ein Detailprojekt für eine Sonnenenergie-Anlage, die rund 56000 Kilowatt (kWh) pro Jahr produzieren könne. Dies entspricht etwa dem Bedarf von zehn Einfamilienhäusern. Das Oberstufenzentrum wird von der Sonnenenergie-Anlage in finanzieller Hinsicht nicht tangiert. Der Gemeindeverband muss der Betreiberin lediglich die Dachfläche für die Stromproduktion zur Verfügung stellen.

Infoveranstaltung: Am Montag, 28. Januar, 20 Uhr, findet in der Aula Hüslerberg in Niederrohrdorf eine öffentliche Infoveranstaltung für die Bevölkerung der Gemeinden Bellikon, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil statt.

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