Spreitenbach
Das Shoppi Tivoli will in Zukunft grüner werden

Das Shoppi Tivoli bemüht sich um ein grünes Image. Trotzdem ist und bleibt das Kerngeschäft eines Einkaufszentrums abhängig vom Privatverkehr, der heute mehrheitlich noch nicht ökologisch ist.

Gioia Lenggenhager
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Das Shoppi Tivoli bemüht sich um ein grünes Image. Trotzdem ist und bleibt das Kerngeschäft eines Einkaufszentrums abhängig vom Privatverkehr, der heute mehrheitlich noch nicht ökologisch ist.

Eine Verlagerung des Privatverkehrs in öffentliche Transportmittel ist daher wünschenswert, stösst aber in Spreitenbach noch nicht auf optimale Voraussetzungen. An der Lösung wird mit Hochdruck gearbeitet. Ab 2020 soll die Limmattalbahn das Shoppi Tivoli besser erschliessen.

Ökologische Alternative bieten

Zu einer vollständigen Verlagerung des Personenverkehrs auf die Schiene oder in Busse wird es jedoch nicht kommen. Der Aargauer Regierungsrat und Vorsteher des Departements für Bau, Verkehr und Umwelt Peter C. Beyeler ist der Meinung, «dass das Auto das zweckmässigste Verkehrsmittel für den Warentransport ist und daher auch in der Zukunft als Einkaufsfahrzeug wichtig bleibt». Es geht also nicht darum, den Privatverkehr zu verteufeln, sondern eine ökologische Alternative zu bieten.

Das Shoppi Tivoli versucht mit einem Anreizsystem, die Zukunft des Privatverkehrs in Richtung Elektro-Fahrzeuge zu lenken. Wer mit seinem Elektro-Auto ins Einkaufszentrum fährt, kann die Batterie gratis aufladen. Für ein weiteres nachhaltiges Angebot spannen die Post und das Shoppi Tivoli zusammen. Das ungleiche Paar betreibt ein Elektro-Carsharing. Für 5 Franken pro Stunde und 1 Franken pro Kilometer können Kunden ein Elektro-Auto mieten, um ihre Einkäufe bequem nach Hause zu fahren.

Die Kosten dieser nachhaltigen Projekte deckt das Einkaufszentrum mit rund zehn Prozent der Einnahmen aus den Parkgebühren, die im Oktober 2010 neu erhoben wurden. «Die Kunden waren nicht begeistert, als wir die Parkgebühren einführten», bestätigt Thomas Kurer, Verwaltungsratspräsident des Shoppi Tivoli. «Trotzdem zeigten sie Verständnis, denn es geht hier um die Umwelt. Und diese ist uns allen gemeinsam.»

Bis am 10. September können sich Interessierte im Shoppi Tivoli an diversen Informationsständen über den ökologischen Verkehr beraten lassen und Elektro-Fahrzeuge Probe fahren.