Obersiggenthal

Das Siegerprojekt für den Neubau Goldiland ist kompakt und pragmatisch

Die Visualisierung zeigt den Essraum der Tagesstrukturen. zvg

Die Visualisierung zeigt den Essraum der Tagesstrukturen. zvg

Die Tagesstrukturen und die Kindertagesstätte von Obersiggenthal werden künftig im Neubau des Goldilandes untergebracht. Das Siegerprojekt von Meier Leder Architekten wurde am Montag dem Publikum präsentiert.

«Das Siegerprojekt ist kompakt und pragmatisch», sagte Fachpreisrichter Philipp Husistein. Er präsentierte im Gemeindehaus in Nussbaumen die Projekte des Wettbewerbs für den Neubau Goldiland. Neben dem Gemeinderat sind viele neugierige Besucherinnen und Besucher dabei.

Für den Bau einer Kindertagesstätte und Tagesstrukturen auf dem Goldiland hatte die Gemeinde im Oktober 2012 einen Wettbewerb ausgeschrieben. Das Siegerprojekt heisst «Chum ine, es ghört dine», von Meier Leder Architekten aus Baden.

Einfach und überzeugend

«Mitsamt seiner Einfachheit gelingt es dem Projekt, vielschichtige Raumbezüge zu erzeugen und sensibel auf die Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer einzuwirken», steht im Bericht des Preisgerichts.

Das Projekt wird auch für seinen Umgang mit dem Aussenraum gelobt: «Es braucht eine klare Grenze zwischen innen und aussen», sagt Husistein. Gerade bei einer Kindertagesstätte sei das enorm wichtig. Betreten wird das Gebäude über den künftigen Eingangs- und Spielhof. Auf der andern Seite des Baus gibt es eine grosszügige Aussenanlage.

Während im Erdgeschoss die Räumlichkeiten der Tagesstruktur vorgesehen sind, befindet sich im Obergeschoss die Kindertagesstätte. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen, was einen positiven Einfluss auf die Kosten hat. Einziger Kritikpunkt am Projekt von Meier Leder ist der Eingangsbereich, der gerade zur Mittagszeit als zu klein beurteilt wird.

Der Neubau bietet 36 Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter und eine Tagesstruktur mit 60 Plätzen für Kinder im Schulalter. Der Mittagstisch kann von bis zu 80 Kindern besucht werden.

«Die Wettbewerbsqualität war hoch», sagt Gemeindeammann Max Läng erfreut. «Wir konnten aus acht interessanten Projekten auswählen, vier waren sehr gut.» Da die öffentliche Hand den Ruf habe, eher teuer zu bauen, habe die Gemeinde ausdrücklich festgehalten, dass das Augenmerk im Projekt auf eine günstige Bauweise zu richten sei.

«Die Betriebskosten und die Raumkosten der prämierten Projekte wurde von einem externen Büro überprüft.»

So gehts weiter

Eine vom Gemeinderat eingesetzte Baukommission wird nun das Projekt zusammen mit den Architekten weiter bearbeiten. Anfang 2014 soll dem Einwohnerrat ein Baukredit zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Bausumme muss dann der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Neubau soll auf das Schuljahr 2015/2016 betriebsbereit sein.

Ausstellung Projektwettbewerb Goldiland Bis 21. Juni 2013 im Gemeindehaus Obersiggenthal

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