Bei Foodfestivals isst und trinkt man nicht nur, die Zubereitung des Essens wird regelrecht zelebriert. Die neudeutschen Namen lösen bei Besuchern zwar zuweilen Begriffsstutzigkeit aus, doch ein Publikumsmagnet sind sie allemal.

Das diesjährige Soulfood Festival fand bereits zum dritten Mal auf dem Trafoplatz und dem unteren Bahnhofplatz statt. Gewiss ein Leistungsausweis in der heutigen Event-Inflation. Im vergangenen Jahr musste das Foodfestival aber mit der Badenfahrt konkurrieren und hatte deswegen weniger Besucher. Dieses Mal scheinen die Leute aber wieder hungrig und kulinarisch neugierig zurückgekehrt zu sein.

Zukunft ungewiss

Wer am Wochenende auf dem Trafoplatz an den verschiedenen Essensständen vorbei schlenderte, machte eine kulinarische Weltreise und wusste manchmal nicht, ob er sich für den besten dekorierten Wagen oder für sein Lieblingsessen entscheiden sollte. Dazu dampfte und duftete es überall – mal süss wie bei den spanischen Churros oder salzig bei asiatischem oder mexikanischem Essen. Einem Zirkus gleich ordneten sich die verschiedenen Essenstände um zwei grosse Tipizelte.

Zudem wollten die Organisatoren Workshops zum Thema Essen anbieten. «Diese mussten wir aber mangels Interesse wieder absagen», sagt Patrik Moesch vom Soulfoodfestival. «Dafür ist das Eröffnungspodium gut gelaufen».

Ob es im kommenden Jahr wieder ein Soulfood Festival geben wird, werden die Organisatoren erst später entscheiden. Für die Region Baden mit dem gutem Gastroangebot wäre ein weiteres Foodfestival wünschenswert. Denn auch Gault-Millau-Restaurants wie der Bären aus Birmenstorf oder das Restaurant Rosmarin aus Lenzburg profitierten vom Anlass. Auf dem Unteren Bahnhofplatz haben verschiedene Aargauer Spitzenköche in einem so genannten Pop-up-Betrieb mehrgängige Menüs gekocht. In diesem temporären Restaurant ist man aber nicht nur kulinarisch verwöhnt worden, sondern hat auch Wissenswertes zum Thema Essen erfahren.