Baden/Wettingen
Das Taxi auf Abruf soll den Weg zum Pflegeheim Sonnenblick erleichtern

Taxis ergänzen neu den Shuttle-Service des Regionalen Pflegezentrums (RPB) und verbinden so das RPB und die Bushaltestelle Brunnenwiese mit dem Pflegeheim Sonnenblick. Das RPB möchte sich so den Bedürfnissen von Bewohnern und Besuchern besser anpassen.

Stefanie Suter
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Fritz Rickli (RVBW), Andrea Martin-Fischer (RPB), Daniela Oehrli (Stadträtin Baden) und Roland Wunderli (Badener Taxi, von links).

Fritz Rickli (RVBW), Andrea Martin-Fischer (RPB), Daniela Oehrli (Stadträtin Baden) und Roland Wunderli (Badener Taxi, von links).

Stefanie Suter

Es ist ein steiler Weg, der von der Bushaltestelle Brunnenwiese in Wettingen – der Endstation der RVBW-Linie 3 – zum Pflegeheim Sonnenblick führt.

Seit Kurzem kann man diesen oder den längeren Weg vom Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB) zu einem günstigen Tarif mit dem Taxi zurücklegen: Die RPB und die Badener Taxi AG haben eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Eine Tafel bei der Bushaltestelle macht auf das Angebot aufmerksam.

Taxi ist flexibler als Shuttle-Bus

Die Taxis ergänzen den bestehenden Shuttle-Service des RPB, dessen fünf Fahrten pro Tag kaum ausgelastet sind.

«Die Leute wünschen sich individuelle Lösungen», sagt Andrea Martin-Fischer, Direktorin RPB ad interim.

«Nicht jeder möchte sich an bestimmte Fahrzeiten halten.» Durch die Möglichkeit, zu jeder Zeit ein Taxi rufen zu können, bleibe man flexibel.

Ein weiterer Vorteil: Für die Taxifahrt muss man weniger zahlen als üblich, denn die Badener Taxi AG verzichtet auf die Grundtaxe von 6.80 Franken. So kostet die Fahrt Brunnenwiese-Sonnenblick 5 Franken, für die etwas weitere Strecke RPB-Sonnenblick zahlt man 12 Franken – unabhängig von der Anzahl Mitfahrer.

«Es soll für alle erschwinglich sein», sagt die Badener Stadträtin Daniela Oehrli. Bei den Gesprächen mit der Badener Taxi AG sei der Geschäftsführer Roland Wunderli von Anfang an sehr entgegenkommend gewesen: «Nur bei der Preisfrage mussten wir intensiver verhandeln», sagt die Stadträtin und lacht.

«Für mich war von Anfang an klar, dass wir uns für das RPB engagieren», sagt Wunderli. Als Gegenleistung für den Preisnachlass stellt die Stadt Baden Werbeplattformen auf der Homepage, auf Plakaten oder in der Hauszeitung der Stadt zur Verfügung.

In den nächsten sechs Monaten hält die Badener Taxi AG statistisch fest, wie rege das Angebot genutzt wird. Ergibt die monatlich erstellte Auswertung eine gute Auslastung, wird die Vereinbarung zwischen dem RPB und Badener Taxi verlängert.

Mit diesem Ruftaxi kommt die Stadt Baden einem politischen Vorstoss der GLP zuvor. Darin wird der Antrag gestellt, das Angebot des Shuttle-Busses des RPB weiter auszubauen.