Baden
Das Ziel heisst nach wie vor Baubeginn im Dezember

Die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung im Bäderquartier ebnet den Weg für eine zukunftsgerechte Bebauung. Nach rund 30 Jahren mit einer Reihe gescheiterter Projekte besteht offenbar Hoffnung auf einen Neubeginn.

Roman Huber
Drucken
Teilen
Gelb die Teilbereiche (v. l.) Mättelipark, Eingang Parkhaus (neu Bäderzone «BA»), Wiese Trinkhalle (neu Bäderzone).

Gelb die Teilbereiche (v. l.) Mättelipark, Eingang Parkhaus (neu Bäderzone «BA»), Wiese Trinkhalle (neu Bäderzone).

Google Maps

Im Bädergebiet geht es einen Schritt vorwärts. Der Einwohnerrat wird an seiner ersten Sitzung im 2012 über die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) im Bereich Limmatknie befinden. Sie ist Teil der Qualitätssicherung im Bädergebiet.

Eröffnung neues Bad im 2015

Damit würden die gesetzlichen Voraussetzungen für eine sinn- und qualitätvolle Bebauung mit Thermalbad geschaffen, sagt Stadtammann Stephan Attiger. Daneben gelten übergeordnete Vorschriften für Gewässer- und Waldabstand und Vorgaben der Archäologie und des Quellenschutzes. Nach rund 30 Jahren mit einer Reihe gescheiterter Projekte bestehe Hoffnung auf einen Neubeginn. Ziel der Verenahof AG: Baustart im Dezember 2012, Baderöffnung im Frühling 2015.

Die teilrevidierte BNO wird auch Vorgabe für das «Botta»-Projekt und den Gestaltungsplan der Verenahof AG sein. Attiger betont aber, dass die BNO-Teilrevision unabhängig dieses Projekts erfolgt sei. Das heisst, dass sich auch ein anderes Projekt an die neuen Regeln halten müsste. Der Planungsprozess des «Botta»-Projekts verlief dennoch parallel zur Revision. Als nächster Schritt wird der Gestaltungsplan öffentlich aufgelegt.

Schärfere Bestimmungen

Die Umzonung der Wiese zwischen Trinkhalle und heutigem Thermalbad liege auf der Hand, eine Freihaltung würde keinen Sinn machen, erklärt der Stadtammann. Um darunter liegende römische Funde vor einer Bebauung zu schützen, wurde die Wiese 1995 in der Parkzone gesichert. Jetzt soll sie wieder in die Bäderzone entlassen werden, nachdem die archäologische Bestandesaufnahme erfolgt ist und das Areal aus dem Schutz entlassen werden kann.

Den ans Parkhaus angrenzenden Bereich des Mätteliparks will man als Bäderzone «BA» definieren. Damit sind zwar darunterliegende Tiefbauten (Parkhauserweiterung) erlaubt, wenn dadurch der Park in seinem Bestand nicht beeinträchtigt wird. Der Einfahrtsbereich des Parkhauses, der zurzeit innerhalb des Ochsenparkes figuriert, soll von der Parkzone in die Bäderzone «BA» gelangen.

Für die Bebauung am Limmatknie wird ein Gestaltungsplan zur Pflicht gemacht. Dieser definiert Länge und Geschosszahl der Bauten, die Aussenräume sowie weitere Gestaltungsvorgaben. Der Gestaltungsplan sichert die öffentlichen Interessen und liegt in der Kompetenz der Exekutive; der Einwohnerrat jedoch kann dessen Ziele definieren.

Im Laufe des Mitwirkungsverfahrens und der öffentlichen Auflage sind sieben Eingaben und vier Einwändungen eingegangen. Diese vier beziehen sich nicht direkt auf die BNO-Teilrevision, sondern primär auf das Thema Verkehr und Erschliessung. Die Anliegen seien mündlich besprochen werden, die Inhalte der BNO-Änderung hätten weitgehend geklärt werden können, weiss Attiger. Offiziell seien die Einwändungen aber nicht zurückgezogen worden. Sie werden in den dafür vorgegebenen Verfahren behandelt. Direkt Betroffenen, die ein schutzwürdiges Interesse vorweisen können, stehen die üblichen Rechtsmittel zur Verfügung, wenn sie gegen den Gestaltungsplan oder das Bauprojekt rechtliche Schritte unternehmen wollen.

Aktuelle Nachrichten