Baden
Delikatessenladen «Paradeis» nach 24 Jahren in neuen Händen – Nachfolger hat ein neues Konzept

Joel Ibernini übernimmt den Delikatessenladen an der Weiten Gasse in Baden und erfüllt sich damit einen Herzenswunsch. Das Lokal erhält zudem ein neues Konzept.

Céline Geneviève Sallustio
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Erika Gilli übergibt den Delikatessenladen «Paradeis» an Joel Ibernini.

Erika Gilli übergibt den Delikatessenladen «Paradeis» an Joel Ibernini.

Céline Geneviève Sallustio

Dem «Paradeis» an der Weiten Gasse in Baden stehen einige Änderungen bevor. Angefangen mit der Führung des Lokals. Anfang 2019 wurde bekannt, dass das Ehepaar Gilli den Delikatessenladen nach über 24 Jahren in neue Hände übergeben wollen. Nun ist klar, wer die Nachfolge des «Paradeis» antritt. Hotelier und Restaurateur Joel Ibernini wird das Lokal ab Mitte März leiten.

Der 33-Jährige stammt aus Ennetbaden und absolvierte die Hotelfachschule in Luzern. Bisher war der Gastronom in Zürich zu finden: als Geschäftsführer des Lifestyle-Restaurants Loft Five sowie als Betreiber und Mitbesitzer des Pop-Up-Restaurants Dogfather. 2018 übernahm er das stadtbekannte Restaurant «Weisses Rössli» mit 14 Gault-Millau-Punkten.

Von Zürich nach Baden – in welcher Stadt sind die Erfolgschancen höher? «Mit einem guten und kreativen Konzept kann man in jeder Stadt Anklang finden», so der Gastronom. Das neue Konzept für das Lokal an der Weiten Gasse steht bereits fest: Aus dem kleinen «Globus», wie die aktuelle Besitzerin Erika Gilli ihr Geschäft nennt, soll im Frühjahr eine Weinbar werden.

Auch kulinarisch verfolgt Ibernini einen anderen Kurs als seine Vorgängerin: «Der Food-Teil wird vorerst verschwinden – Evergreens werden im Sortiment belassen.» Anstelle der warmen Küche werden mittags diverse Paninis und abends Plättli serviert. Diese werden als Take-away oder vor Ort angeboten. Das neue Konzept beinhaltet ebenfalls ein neues Ambiente im Lokal – und einen neuen Namen: Während dem Weingenuss bei Kerzenschein können Gäste im «Armando’s Pane e Vino» der Hintergrundmusik lauschen.

Gesunder Respekt vor Eröffnung während Corona

«Für mich geht mit der Übernahme des Lokals inmitten von Baden ein Herzenswunsch in Erfüllung», sagt Ibernini. Bereits als 7-Jähriger träumte er davon, eines Tages ein eigenes Restaurant zu führen. Mit der neuen Aufgabe übernimmt Ibernini zwar kein typisches Restaurant – aber sein eigenes Herzensprojekt in der Gastronomie.

«Ich war schon lange auf der Suche nach einem geeigneten Lokal in meiner Heimat Baden, doch wurde bisher nie richtig fündig.» Einen gesunden Respekt habe er zwar schon, dass er inmitten der Coronapandemie einen solchen Schritt wage. Hoffnung auf baldige Besserung lässt Joel Ibernini dennoch positiv stimmen.

Was erhofft sich der Gastronom mit der Übernahme des Lokals? «Ich möchte sicherlich neue Kunden ansprechen und alle Besucher von Armando’s Pane e Vino mit einem speziellen Angebot in einem einzigartigen Ambiente beglücken und immer wieder aufs Neue überraschen. Und nicht zuletzt: Viel Spass und Freude bei dieser neuen Aufgabe.»

Das «Paradeis» ist noch bis Ende Januar geöffnet. Ab März eröffnet «Armando’s pano e vino». Man trifft nach wie vor auf ein altbekanntes Gesicht: Erika Gilli wird ihre Gäste auch weiterhin begrüssen. Sie ist jeweils samstags bei Armando’s im Einsatz.

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